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	<title>Autorenspecial</title>
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	<description>Ein Blog für Eltern und Großeltern</description>
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	<title>Autorenspecial</title>
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		<title>Mut zum Unperfekten: Jan-Uwe Rogge im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2023 21:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Jan Uw Rogge]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview mit Jan Uwe Rogge]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Sorge dafür, dass es in Deiner Familie immer genug Grund gibt zu Lachen!&#8220; Interview: Martina Voigt-Schmid, Fotos: Pixabay, J.U. Rogge Kleinkinder, die nicht aus der Trotzphase herauskommen, revoltierende Teenager, entnervte Eltern, die verzweifelt nach einer handlichen Liste mit “Erziehungstipps“ fragen – alles Fälle für Jan-Uwe Rogge. KidsLife sprach mit Deutschlands renommiertestem Erziehungsberater und Bestsellerautor über&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/kinder-lieben-eltern-die-lachen/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Mut zum Unperfekten: Jan-Uwe Rogge im Interview</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="378" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/vivek-kumar-a-_1PPjnbUg-unsplash-600x378.jpg" alt="Mum whirling child around" class="wp-image-15741" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/vivek-kumar-a-_1PPjnbUg-unsplash-600x378.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/vivek-kumar-a-_1PPjnbUg-unsplash-300x189.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/vivek-kumar-a-_1PPjnbUg-unsplash-768x484.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/vivek-kumar-a-_1PPjnbUg-unsplash.jpg 800w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto:: Vivek Kumar / Unsplash</figcaption></figure>


<div class="csc-textpic-text">
<h2><strong>&#8222;Sorge dafür, dass es in Deiner Familie immer genug Grund gibt zu Lachen!&#8220;</strong></h2>
<p><em><sub><span lang="EN-GB">Interview: Martina Voigt-Schmid, Fotos: Pixabay, J.U. Rogge<br /></span></sub></em></p>
<p><b>Kleinkinder, die nicht aus der Trotzphase herauskommen, revoltierende Teenager, entnervte Eltern, die verzweifelt nach einer handlichen Liste mit “Erziehungstipps“ fragen – alles Fälle für Jan-Uwe Rogge. </b></p>
<p><b>KidsLife sprach mit Deutschlands renommiertestem Erziehungsberater und Bestsellerautor über die größten Erziehungsfehler und Wege zum glücklichen Miteinander in der Familie.</b></p>


<p><img decoding="async" class="wp-image-1769" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/rogge_5_startseite-2.jpg" alt="Jan-Uwe Rogge" width="255" height="332" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/rogge_5_startseite-2.jpg 607w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/rogge_5_startseite-2-600x782.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/rogge_5_startseite-2-230x300.jpg 230w" sizes="(max-width: 255px) 100vw, 255px" /></p>



<p class="bodytext"><em><b>KidsLife: Überall werden heute Elternkurse angeboten. Was halten Sie davon – müssen Eltern lernen, bessere Eltern zu sein?</b></em></p>
<p class="bodytext">Dr. J.-U. Rogge: Viele Eltern hoffen und glauben, Erziehung funktioniere wie Kochen nach Kochbuch. Sie suchen nach einem Rezept für ein Problem und gehen davon aus, mit dem richtigen Zutaten-Mix zum gewünschten Ergebnis zu kommen. So funktioniert das natürlich nicht. Elternkurse gibt es viele, nicht alle sind empfehlenswert. Wirklich gut finde ich „Starke Eltern – Starke Kinder®“, der vom Deutschen Kinderschutzbund entwickelt wurde.</p>
<p class="bodytext"><em><b>Dürfen Eltern Fehler machen, oder wirkt sich jeder faux-pas im Umgang mit den Kindern negativ auf ihre Entwicklung aus?</b></em></p>
<p class="bodytext">Falsche oder zu hohe Erwartungen der Eltern können sich sehr negativ auf die Entwicklung der Kinder auswirken. Viele Eltern sind viel zu kritisch ihren Kindern gegenüber, vergleichen sie zu stark mit anderen oder mit ihren eigenen Idealvorstellungen. Kindliche Entwicklung und Entwicklung überhaupt ist ein sehr individueller Prozess. Jedes Kind sollte den Raum und die Zeit haben, sich auf seine eigene, ihm gemäße Art zu entfalten.</p>
<p class="bodytext"><em><b>Denken Eltern heute mehr über Erziehung nach als früher, haben die Zeiten sich geändert?</b></em></p>
<p class="bodytext">Auch früher schon hat man über Erziehung nachgedacht. Bereits 1801 verfasste der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi den ersten Elternratgeber “Wie Gertrud ihre Kinder lehrt”. Pestalozzi legte großen Wert darauf, Kinder vielseitig und harmonisch zu fördern. Schon damals vertrat er, was wir heute einen „ganzheitlichen Ansatz“ nennen. Zu dieser Zeit waren die meisten Kinder schon früh in viele häusliche Pflichten eingebunden. Heute haben sie viel mehr Zeit als früher, um wirklich Kind zu sein – mit allen positiven und negativen Folgen. Immer mehr Kinder sind überbehütet.</p>
<p class="bodytext">Sie brauchen eine ungeheure Kraft, um sich gegen ständig glotzende und sich in alles einmischende Eltern zu verteidigen.</p>
<p class="bodytext"><em><b>Mal abgesehen von körperlicher Misshandlung – was sollte in der Erziehung wirklich tabu sein?</b></em></p>
<p class="bodytext">Wirklich tabu sollte es für Eltern sein, sich über das Kind zu definieren, sich über das Kind Lob und Anerkennung zu holen. Bewusst oder unbewusst erwarten viele Eltern von ihren Kindern, dass sie das erfüllen, was sich für sie selbst nicht erfüllt hat. Einen Satz, den ich allen Eltern mit auf den Weg geben möchte ist „Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen“. Viele Mütter sind in dieser Hinsicht unsolidarisch, sie beäugen und kritisieren einander. Stehen Sie zu Ihrem Kind, so wie es ist!</p>
<p class="bodytext"><em><b>Einer Ihrer Bestseller heißt: „Ohne Chaos geht es nicht“ – wie können Eltern entspannter mit dem alltäglichen Chaos umgehen?</b></em></p>
<p class="bodytext">Indem sie sich selbst nicht vergessen, sich selbst nicht vernachlässigen. Indem sie den Blick weg vom Kind – und wieder mehr auf sich selber richten. Eltern und vor allem Mütter müssen lernen, auf sich und ihre Wünsche zu achten und nicht nur gut für die Kinder, sondern auch gut für sich selber zu sorgen: „Wenn es mir gut geht, geht es auch meinen Kindern gut“.  Eltern sind nicht nur Vater und Mutter, sondern auch Partner, sie sind auch Mann und Frau. Sie sollten nicht vergessen, ihre Partner-schaft zu leben, ihrer Partnerschaft Raum zu geben, auch regelmäßig ohne die Kinder etwas Schönes gemeinsam zu unternehmen. Ein Junge sagte einmal zu mir: „Wenn Papa und Mama sich mehr angucken würden, dann würden sie mich nicht immerzu sehen.“</p>
<p class="bodytext"><em><b>Ihr wichtigster Ratschlag für ein glückliches Miteinander in der Familie?</b></em></p>
<p class="bodytext">Ratschläge gebe ich nicht, denn Ratschläge sind Schläge. Scherz beiseite: kein Ratschlag, sondern ein Gebot: Haben Sie Mut zur Unvollkommenheit – und gestehen Sie das auch Ihren Kindern zu. Alle Mitglieder einer Familie sollten sich in ihrer Unvollkommenheit annehmen. Und: Jeder ist sich selbst der Nächste. Um ein guter Altruist zu sein, muss man zuerst ein guter Egoist sein. Das verstehen Kinder sehr gut. Kinder lieben Eltern, die lachen. Sorgen Sie dafür, dass es in Ihrer Familie Grund gibt zum Lachen.</p>
<p class="bodytext"><em>Über aktuelle Veranstaltungen und Termine mit Dr. Jan-Uwe Rogge informiert seine <a href="http://www.jan-uwe-rogge.de/">Homepage.</a></em></p>
<p class="bodytext"><a href="http://amzn.to/2hEPmfb">Und hier findet ihr eine Auswahl seiner Bücher.</a></p>
<p class="bodytext"><sub> </sub></p>
<p class="bodytext"><strong> </strong></p>
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		<title>Ursel Scheffler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2016 21:22:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
		<category><![CDATA[Ursel Scheffler]]></category>
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					<description><![CDATA[Ursel Scheffler und Kommissar Kugelblitz &#8211; seit 25 Jahren den Gaunern auf der Spur! Die Autorin Ursel Scheffler wurde am 29. Juli 1938 in Nürnberg geboren, wo sie auch aufwuchs. Mit zehn Jahren wollte sie unbedingt Detektiv oder Urwaldforscher werden. Am liebsten las sie zu der Zeit die Abenteuergeschichten von Karl May und Enid Blyton.&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/ursel-scheffler/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Ursel Scheffler</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="c810" class="csc-default">
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<h1>Ursel Scheffler und Kommissar Kugelblitz &#8211; seit 25 Jahren den Gaunern auf der Spur!</h1>
</div>
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<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"><a title="Ursel Scheffler und Kommissar Kugelblitz - seit 25 Jahren den Gaunern auf der Spur!" href="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=39&amp;md5=91c669d9a8458062becf14b54a36a9795ed9074a&amp;parameters%5B0%5D=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjQ6IjgwMG0iO3M6NjoiaGVpZ2h0IjtzOjQ6IjYw&amp;parameters%5B1%5D=MG0iO3M6NzoiYm9keVRhZyI7czo0MToiPGJvZHkgc3R5bGU9Im1hcmdpbjowOyBi&amp;parameters%5B2%5D=YWNrZ3JvdW5kOiNmZmY7Ij4iO3M6NDoid3JhcCI7czozNzoiPGEgaHJlZj0iamF2&amp;parameters%5B3%5D=YXNjcmlwdDpjbG9zZSgpOyI%2BIHwgPC9hPiI7fQ%3D%3D"><img decoding="async" class="alignright" src="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//fileadmin/_processed_/csm_scheffler_7b65dd14eb.jpg" alt="Ursel Scheffler" width="120" height="113" border="0" /></a></div>
</div>
<div class="csc-textpic-text">
<p class="bodytext">Die Autorin Ursel Scheffler wurde am 29. Juli 1938 in Nürnberg geboren, wo sie auch aufwuchs. Mit zehn Jahren wollte sie unbedingt Detektiv oder Urwaldforscher werden. Am liebsten las sie zu der Zeit die Abenteuergeschichten von Karl May und Enid Blyton. Schon in der Schule konnte sich Ursel Scheffler fürs Schreiben begeistern, doch ihre eigentliche Karriere als Kinder- und Jugendbuchautorin sollte erst viel später beginnen. Zunächst studierte Ursel Scheffler &#8211; die sich zwischenzeitlich für die Archäologie interessiert und davon träumte alte Maya-Tempel auszugraben &#8211; Romanistik, Anglistik und Volkskunde in München. An der Uni München schrieb sie auch ihre Magisterarbeit über das Französische Märchen.</p>
<p class="bodytext">Mit der Heirat und den drei Kindern verschob sich ihre Interesse immer mehr in Richtung Kinderliteratur. Aber noch dachte sie nicht daran Autorin zu werden.</p>
<p class="bodytext">Doch dann riet ihr eine Freundin: „Weißt du was, ich finde deine Erzählungen so toll, du solltest sie an einen Verlag schicken.“ Somit begann ihr Weg als Kinderbuchautorin.</p>
<p class="bodytext">Inzwischen sind ihr nicht nur die eigenen Kinder über den Kopf gewachsen, sondern auch der Berg ihrer Bücher. Die vielseitige Autorin hat mehr als 200 Kinderbücher verfasst. Ihre Werke erscheinen in über 30 verschiedenen Sprachen. Einige ihrer Bücher erhielten Preise von Kinderjurys und andere internationale Buchpreise.</p>
<p class="bodytext">Besonders beliebt sind ihre Ratekrimis rund um den liebenswerten Kommissar Kugelblitz. Den gibt es sogar auf Chinesisch. Die gleichnamige Serie ist seit 1982 erfolgreicher Bestandteil des Abenteuerprogramms im Egmont Franz Schneider Verlag.</p>
<p class="bodytext">Kommissar Kugelblitz ist witzig, nicht so perfekt und ermittelt in der ganzen Welt. Klug kombinieren ist ihm wichtiger als brutale Aktion. Ein Typ der ankommt und das ist sicherlich auch einer der Gründe dafür, warum der witzige Ermittler in diesem Jahr bereits sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern kann.</p>
<p class="bodytext">Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen Ursel Scheffler und KK zum Jubiläum zu gratulieren.</p>
</div>
</div>
</div>
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		<title>Interview mit Jana Frey</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[INterview]]></category>
		<category><![CDATA[Jana Frey]]></category>
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					<description><![CDATA[Jana Frey war so freundlich mir einige Fragen zu beantworten. AS: Liebe Jana Frey, ich habe über Sie gelesen „Schon mit fünf Jahren begann Jana Frey zu schreiben und hörte seitdem nicht damit auf.“ Wie kam es zu der frühen Schreibbegeisterung und was haben Sie zum damaligen Zeitpunkt geschrieben? JF: Ich habe schon mit vier&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/interview-3/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Jana Frey</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="c796" class="csc-default">
<div class="csc-header csc-header-n1">
<h1 class="csc-firstHeader"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1534" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/frey.foto_.jpg" alt="Jana Frey" width="192" height="189" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/frey.foto_.jpg 192w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/frey.foto_-50x50.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px" /></h1>
</div>
<p class="bodytext">Jana Frey war so freundlich mir einige Fragen zu beantworten.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Liebe Jana Frey,<br />
ich habe über Sie gelesen „Schon mit fünf Jahren begann Jana Frey zu schreiben und hörte seitdem nicht damit auf.“ Wie kam es zu der frühen Schreibbegeisterung und was haben Sie zum damaligen Zeitpunkt geschrieben?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Ich habe schon mit vier Jahren lesen und schreiben gelernt und kam mit knapp fünf Jahren in die erste Montessori-Schule unserer Stadt. Unsere ganze Familie liest sehr viel. Bücherstapel und aufgeschlagene Bücher an allen möglichen und unmöglichen Plätzen in unserer bunten Wohnung waren mein Alltag. Meine Mutter, die mich mit 18 als 12-Klassschülerin bekommen hatte, las mir jahrelang jeden Tag vor. Ich wurde ein großer Fan von Astrid Lindgren und Erich Kästner. Eines Tages, nach ein paar ersten Schulwochen, brachte unsere Lehrerin einen alten Fernseher mit in die Klasse, den (leider nur) die Jungen (es war 1974)  „ausschlachten“ durften. Anschließend bekam der nun federleichte Fernseher einen festen Platz in unserem Klassenzimmer und unsere Lehrerin verkündete eine wunderbare Überraschung: von nun an dürften wir uns jede Woche einmal, immer am Freitag Morgen, wenn wir Lust dazu hätten, hinter den Fernseher setzen (also im Fernsehen sein ;o)  ) und von dort aus etwas vortragen: ein Gedicht, ein Bild zeigen, etwas spielen oder erzählen… ich, weil ich als einzige schon schreiben konnte, plante ein erstes Buch! Eine ganze Woche lang arbeitete ich daran: mit dicken Pelikan-Filzstiften malte ich die Bilder und jedes Bild bekam ein paar Zeilen „Geschichte“. Und so schuf ich mein erstes Buch mit dem Titel: „Der Kwatsch“. Ich schrieb fast jedes Wort falsch, aber das machte nichts. Die Geschichte handelte von einem Jungen, der knallblau zur Welt gekommen war! Es gibt sie heute noch: sieben dünne Blätter Papier, ziemlich vergilbt, mit einem Wollbändchen zusammengebunden. Weil meine Klassenkameraden klatschten und „Zugabe“ riefen, schrieb ich in der darauffolgenden Woche einen zweiten Band: „Der Kwatsch 2“. Und dann „Der Kwatsch 3“ und so ging es weiter bis zum Band 14! Damals sagte ich eines Tages zuhause: „Wenn ich erwachsen bin, will ich Schriftstellerin werden…“ später schrieb ich viele Kurzgeschichten und Gedichte. Als ich 15 war, wurde meine erste Kurzgeschichte in einer Jugendzeitung veröffentlicht.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Wer hat Ihre Schreibbegabung unterstützt und gefördert? Jemand aus der Familie oder vielleicht sogar eine Lehrerin?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Sowohl meine Mutter und meine Großmutter, die beide Lehrerinnen waren, als auch meine Grundschulklassenlehrerin, die ich fünf Jahre lang in sämtlichen Fächern hatte, förderten mein Schreiben sehr.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Das erste Buch, dass von Ihnen veröffentlicht wurde, haben Sie noch handschriftlich verfasst. Um welches Buch handelte es sich und wie ist es zu dieser Veröffentlichung gekommen?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Dieses Buch schrieb ich während meiner eigenen Pubertätszeit. Ich empfand die Zeit des „Erwachsenwerdens“ als schwer und zog mich viel zurück. Es waren die 80er Jahre und während ich einerseits ab 1986 auf Demonstrationen gegen die Startbahn West, gegen die Räumung der Hamburger Hafenstraße und gegen Atomkraft ging, haderte ich andererseits mit dem unwiederbringlichen Ende meiner Kindheit, die für mich für Leichtigkeit und Geborgenheit stand. Damals schrieb ich mein erstes Buch. Der Arbeitstitel war „Sekt und Tränen“ und es war eine Liebesgeschichte, die später unter dem Titel „Ich nenn es Liebe“ tatsächlich erschien. Ich begann einfach so eines Tages, ich war damals 17 Jahre alt und in der 11. Klasse, indem ich ein Collegeblock (der eigentlich für Physikhausaufgaben stand) nahm und anfing zu schreiben. Zum Schluss waren es 12 vollgeschriebene Collegeblöcke – und ich war 19 Jahre alt! In der Zwischenzeit hatte ich ein Jahr in Amerika und ein halbes in Neuseeland zugebracht – immer mit meiner Geschichte im Koffer!<br />
Im Sommer 1988 (nachdem schon mein 22-jähriger Vater bei einem Verkehrsunfall gestorben war, als ich noch ein Baby war) brach für mich eine Welt zusammen: mein einziger Onkel, der für mich Vaterersatz war, starb im Alter von 33 Jahren ganz plötzlich an Krebs. Auch er hatte geschrieben, jahrelang – wie ein Besessener – ohne allerdings jemals ein Buch zu veröffentlichen – und jetzt war er tot und alle hatten mir immer gesagt, wie ähnlich wir beide uns seien… zum ersten Mal stellte ich die „Berufung“ Schreiben in Frage. Ich beendete nachträglich meine Schule und beschloss zu studieren. – Aber das Schreiben ließ mich nicht los! Und dann setzte ich mir ein Limit: Wenn ich es nicht schaffen würde, bis zu meinem 23. Geburtstag mein Manuskript bei einem Verlag unterzubringen, würde ich etwas ganz anderes machen und das Schreiben für mich wirklich beenden…! Aber es kam anders: ich bekam für meinen Text viel Zuspruch und mein erstes Buch erschien!</p>
</div>
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<div id="c802" class="csc-default">
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Die Bandbreite Ihrer Bücher ist ja wirklich enorm. Einmal schreiben Sie für kleine Kinder und Leseanfänger lustige und spannende Geschichten, während sich Ihre Jugendbüchern fast ausschließlich mit schwierigen  Themen befassen. Wie gelingt Ihnen dieser Spagat zwischen „heiler Welt“ und Themen, die eben nicht in das Muster dieser „heilen Welt“ passen wollen?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Weil die Welt eben auch aus diesen beiden Teilen besteht. Ich spürte das schon als Kind: fast körperlich nahm ich zu Jahresanfang jeweils den kommenden Frühling wahr: ich liebte Krokusse und Schneeglöckchen, Osterglocken und Flieder und Tulpen – „krachend“ blühende Forsythienbüsche konnten mich zum Weinen bringen… meine Großmutter sagte über mich: „Jana spürt jeden Grashalm wachsen…“ als dreijähriges Kind saß ich einmal wie gebannt vor dem Horizont des schwarzen Meeres, als ich ihn zum ersten Mal sah! Ich brauchte „heile Welt“ ganz dringend: Astrid Lindgrens „Ferien auf Saltkrokan“ habe ich bestimmt fünfzigmal gelesen während meiner Kindheit. Gleichzeitig verschlang ich aber auch Bücher wie „Damals war es Friedrich“, „Die letzten Kinder von Scheweborn“ und „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Ich spürte schon damals, dass diese beiden Welten (schmerzlich) zusammengehören, sich ergänzen und brauchen. Nicht umsonst schrieb mal eine Zeitung über mich: „Jana Frey, die „Bullerbü-Visionärin“!Ich glaube, dass Menschen, um kämpfen zu können, um Revolutionen zu führen, die klare Vision von dem Guten brauchen! Von Bullerbü, von „El Loco, dem Spinner“, von „Momo“ und „Mio, mein Mio“. darum schreibe ich auch Bücher von heiler und nicht heiler Welt.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Ich persönlich habe bereits einige Bücher von Ihnen gelesen und finde, dass viel mehr Erwachsene diesem Beispiel folgen sollten &#8211; man kann wirklich viel über die Gefühle, Probleme und Gedanken der Kids erfahren und somit auch ihr Handeln besser verstehen. Außerdem fühlt man sich an seine eigene – oftmals auch recht schwierige Zeit des Erwachsenwerdens erinnert. Warum favorisieren Sie gerade diese Themen?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Diese Themen sind so wichtig, weil gerade die Zeit des Erwachsenwerdens so immens schwer ist. Nie ist man mehr mit sich alleine (selbst wenn man nach außen hin ‚funktioniert’, wenn man tanzen geht und lacht und mit Freunden herumzieht), innerlich ist das Erwachsenwerden eine unglaubliche Wucht, ich glaube, für jeden von uns. Aber die meisten Menschen behalten die Ängste und sorgen, die in dieser Zeit in ihnen sind, für sich. Teils weil ihnen der Mut fehlt, mit jemandem offen zu sprechen, teils aber auch, weil einfach ‚die Worte fehlen’… Ich versuche mit meinen Büchern nicht, Lösungen zu präsentieren, sondern vielmehr meine LeserInnen, ob jung oder schon erwachsen, zu berühren. Wenn ich das erreicht habe, bin ich froh.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Ihr neusten Werk „Ich, die Andere“ ist wirklich sehr beeindruckend. Die Geschichte ist so authentisch und bewegend geschildert, dass man sich selbst als Teil der Geschichte fühlt. Gibt es tatsächlich existierende „Vorbilder“ für diese Story oder ist sie völlig Ihrer Fantasy entsprungen?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Diese Geschichte ist ganz und gar frei erfunden. Dennoch gab es einen bestimmten Moment, der mich veranlasste, spontan ‚loszuschreiben’. Schon jahrelang hatte ich den Wunsch, mal ein Buch zu schreiben, das die Türkei zum Thema hat. Das liegt in erster Linie daran, dass ich als kleines Kind für ein Jahr in Istanbul gelebt habe und das Land und die Sprache sehr gerne habe. Vor einigen Jahren, als ich mich auch intensiv mit dem Christentum beschäftigt habe, las ich auch eine deutsche Ausgabe des Koran. Die Geschichten darin haben mich fasziniert und es war eine sehr spannende Zeit. Aber schon damals gab es beim lesen für mich Momente des Erschreckens. Der Koran enthält Suren, die sehr schwer lasten und die meines Erachtens sehr fragwürdig sind. Ich hatte also fest vor, ein Buch über die Türkei zu schreiben. Aber wie das so geht: immer wieder fehlte mir die Zeit, kamen andere Projekte dazwischen. Aber dann, im Sommer 2005, wurde in meiner Heimatstadt am helllichten Tag eine junge Türkin in einer Gartenanlage von ihrem Bruder mit sechs Kopfschüssen getötet, weil sie sich in einen deutschen Studenten verliebt hatte und mit ihm leben wollte. – Ich war, wie alle, entsetzt, schockiert, wie benommen… Tagelang, wochenlang ließ mich dieser Vorfall nicht los. Und allmählich spürte ich, wie sich meine Gedanken in drei Erschreckensmomente drittelten: da war natürlich vor allen Dingen das erschossene junge Mädchen: was für eine furchtbare, entsetzliche, nie wieder gutzumachende Tat! Aber dann dachte ich an den Täter: wie furchtbar, wie schrecklich, wie nie wieder gutzumachend war das, was er getan hatte. wie musste er sich fühlen, tief in sich drin? Vielleicht so verschüttet, dass er es selbst gar nicht mehr spüren konnte. Aber es war ja trotzdem da. (ich habe auch einen Sohn und eine Tochter, ich versuchte, die Situation in Gedanken zu übertragen – es gelang mir nicht…) und der dritte, ganz profane Gedanke war die Vorstellung, das es möglich war, dass ein junger, aufgebrachter, vor Hass ‚blinder“ junger Mensch mit einer geladenen Waffe in der Tasche am helllichten Tag einfach so im Bus sitzen konnte, auf dem Weg, diese Waffe zu benutzen… &#8211; Und so entstanden in meinen Gedanken Kelebek und Sercan Aydimir. Und eben auch Reza, Dursun und Halil. Aber auch Ana und ihre Familie und Kelebeks Eltern. Noch immer fühle ich mich meinen  Figuren sehr, sehr verbunden. Es war bedrückend und wunderbar zur gleichen Zeit, sie alle um mich zu sammeln. Die Arbeit an „Ich, die Andere“ war, obwohl das Thema so bedrückend ist, eine sehr gute Zeit.</p>
</div>
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<div id="c803" class="csc-default">
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Warum schreiben Sie Kinder- und Jugendbücher? Worin liegt für Sie der besondere Reiz an diesem Genrè?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Ich schreibe für Kinder und Jugendliche, weil es mir große Freude macht, mit Kindern und Jugendlichen zusammen zu sein. Als ich anfing, wirklich beruflich zu schreiben, war meine Tochter drei Monate alt. Zwei Jahre später kam noch unser Sohn hinzu. Ich habe zwischen Holzklötzen, Eisenbahnen, Puppen und Playmobil geschrieben. Ich habe einen Schreibstopp gemacht, wenn meine Kinder und ihre Spielkameraden (jeder der Kinder hat kennt das…) ihre Kinderstühle in Reihen stellten und uns ‚Theater’ vorspielten. Später habe ich geschrieben und zwischendurch Hausaufgaben nachgesehen und Vokabeln abgefragt. Es folgten Zeiten, als meine Kinder mit Freunden und einer Videokamera ‚bewaffnet’ „James-bond-filme“ drehten, in denen sie Matratzen im Treppenhaus positionierten, um Stundmenartige stürze darzustellen. Oder sie kramten übrig gebliebene Silvesterkracher aus den Schubladen und spielten im Hof James-Bond-Schießereien nach… Nie konnte ich besser schreiben als in solch einem Trubel! Ich liebe das Leben mit Kindern – Und darum schreibe ich auch so gerne über sie!</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Woran arbeiten Sie zur Zeit? Auf welche Neuerscheinung von Ihnen, dürfen wir demnächst gespannt sein?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Gerade habe ich über einen wirklich sehr, sehr dicken Jungen geschrieben, der es im Alltag und in  der Schule alles andere als leicht hat und der sich einsam und ausgeschlossen fühlt – bis er eines Tages Tiffany trifft, die ebenfalls schwer an einem Bündel trägt – wenn auch an einem ganz anderen…</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Gibt es ein Buch was Sie gerne schreiben würden? Vielleicht sogar etwas völlig anderes?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Ja, ich werde demnächst ein Buch für Erwachsene schreiben – zum ersten Mal! Und darauf freue ich mich sehr!</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Haben eigentlich Ihre eigenen Kinder etwas von Ihrer Schreibbegeisterung und Ihrem Talent geerbt?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Unsere jetzt 16-jährige Tochter schreibt sehr viel. Dabei sah es zuerst gar nicht danach aus. Wie auch unser Sohn besucht sie eine Waldorfschule und obwohl unsereTtochter, wie ich, schon mit 4 Jahren zu lesen und schreiben anfing, hatte sie danach lange Zeit kein Interesse am schreiben eigener Geschichten. Allerdings verschlang (und verschlingt) sie seit damals ein Buch nach dem anderen. Und seit etwa drei Jahren hat es sie dann doch noch gepackt. Und in der Zwischenzeit hat sie schon viele Geschichten und Geschichtsanfänge geschrieben. Zuletzt überraschte sie mich und meinen Mann mit zwei wirklich abgeschlossenen, sehr lustigen  Bänden über ein Mädchen, das in einer Großfamilie aufwächst, in der aber, trotz des vergnügten Erzähltons, nicht alles perfekt ist, sondern in leisen Tönen auch ernste Inhalte versteckt sind. Ich war sehr berührt beim Lesen. – Unser Sohn ist ein bisschen ‚lesefaul’ und darum auch kein großer Schreiber. Er ist mehr der ‚anpackende’ Typ, in dem ich mich aber auch wieder finde. So wie ich in den 80er Jahren protestieren ging, so ist mein Sohn mit seinen 14 Jahren jüngstes Mitglied der „Grünen“ in Rheinland-Pfalz und außerdem engagiert er sich für Greenpeace in einem sogenannten „Greenteam“.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Was würden Sie jungen Menschen raten, die gerne Schreiben? Können Sie den Kids ein paar Tipps geben?</p>
<p class="bodytext"><strong>JF: </strong>Ich rate gerne: immer alles aufheben, was du geschrieben hast. Auch wenn du die Geschichte oder das Gedicht nicht zuende bekommst: aufbewahren! Es kann später neue Impulse geben, es ist ein wichtiger Teil deiner Gedankenwelt!  Gut ist es auch, wenn man jemanden hat, dem man seine Werke mal vorlesen oder zum selbstlesen geben kann. So übt man die ‚Öffentlichkeit’ und es ist ein gutes Gefühl, über die eigenen Texte zu sprechen. – Ansonsten halte ich es tatsächlich immer noch mit den drei Worten, die ich als 17-jährige an die Berliner Mauer gesprüht habe: LEBEN. LIEBEN. KÄMPFEN! Das trifft auf vieles zu. Auch aufs Schreiben…!</p>
<p class="csc-frame-frame1"><strong>AS: </strong>Liebe Frau Frey, vielen Dank für das Interview und alles Gute für Sie.</p>
<p class="bodytext">Das Interview führte Antje Szillat, im Juli 2007</p>
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		<title>Jana Frey</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
		<category><![CDATA[Buchvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Jana Frey]]></category>
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					<description><![CDATA[Jana Frey &#8211; Literatur die tief unter die Haut geht! Die deutsch-schweizerische Autorin Jana Frey wurde am 17. April 1969 in Düsseldorf geboren. Bereits mit fünf Jahren begann sie zu schreiben und verkündete schon als Erstklässlerin ihrer Mutter: „Mama, wenn ich groß bin, will ich Schriftstellerin werden!&#8220; Anschließend studierte sie Literatur, Geschichte und Kunst und&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/jana-frey/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Jana Frey</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="c795" class="csc-default">
<div class="csc-header csc-header-n2">
<h1>Jana Frey &#8211; Literatur die tief unter die Haut geht!</h1>
</div>
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<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"><a title="Jana Frey" href="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=34&amp;md5=0b6278cfd8cbd084aad843baaef99a57e0da18f3&amp;parameters%5B0%5D=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjQ6IjgwMG0iO3M6NjoiaGVpZ2h0IjtzOjQ6IjYw&amp;parameters%5B1%5D=MG0iO3M6NzoiYm9keVRhZyI7czo0MToiPGJvZHkgc3R5bGU9Im1hcmdpbjowOyBi&amp;parameters%5B2%5D=YWNrZ3JvdW5kOiNmZmY7Ij4iO3M6NDoid3JhcCI7czozNzoiPGEgaHJlZj0iamF2&amp;parameters%5B3%5D=YXNjcmlwdDpjbG9zZSgpOyI%2BIHwgPC9hPiI7fQ%3D%3D"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//fileadmin/_processed_/csm_frey.foto_7a842d1e5a.jpg" alt="Jana Frey" width="120" height="119" border="0" /></a></div>
</div>
<div class="csc-textpic-text">
<p class="bodytext">Die deutsch-schweizerische Autorin Jana Frey wurde am 17. April 1969 in Düsseldorf geboren. Bereits mit fünf Jahren begann sie zu schreiben und verkündete schon als Erstklässlerin ihrer Mutter: „Mama, wenn ich groß bin, will ich Schriftstellerin werden!&#8220;</p>
<p class="bodytext">Anschließend studierte sie Literatur, Geschichte und Kunst und gründete eine Familie. Nachdem Jana Frey in Wiesbaden ihr Literaturstudium erfolgreich beendet hatte, folgte ein Kunst- und Geschichtsstudium in Frankfurt am Main, San Francisco und Auckland. In dieser Zeit engagierte sie sich stark in der Jugendarbeit und konnte viele Anregungen für ihre Bücher sammeln.</p>
<p class="bodytext">Jana Frey hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, die in vielen Sprachen übersetzt wurden. Dabei reicht ihr Spektrum von Bilder- und Erstlesebüchern bis hin zu anspruchsvollen Romanen für ältere Leser. Besonders mit ihren authentisch erzählten Jugendromanen hat sich Jana Frey einen Namen gemacht. Ihr gelingt es in bewegenden Tönen die Jugendlichen auch mit schwierigen Themen wie Drogensucht, Inzest, Jugendknast oder Magersucht zu erreichen. Die Eindringlichkeit und Nachhaltigkeit ihrer Romane kommen dabei gänzlich ohne leere Floskeln oder erhobenen Zeigefinger aus. Zahlreiche Auszeichnungen und ausverkaufte Lesungen sprechen für den großen Erfolg ihrer „erzählten Lebensgeschichten“.</p>
<p class="bodytext">Die talentierte Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und dem Familienhund in Süddeutschland.</p>
<p class="bodytext">Romane von Jana Frey stimmen nachdenklich, machen betroffen, schenken Hoffnung und gehen tief unter die Haut.</p>
<p class="bodytext">Antje Szillat</p>
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		<title>Interview mit Ursel Scheffler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:26:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Ursel Scheffler]]></category>
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					<description><![CDATA[AS: Hallo Frau Scheffler, herzlichen Glückwunsch für Sie und natürlich Kommissar Kugelblitz zum 25-jährigen Jubiläum. Befindet sich eigentlich in den Unterlagen von KK auch ein Ordner mit der Aufschrift: Ungelöste Fälle? US: Ja, der Fall &#8222;Wie macht man Lesemuffel zu  Leseratten&#8220;, aber ich komme der Lösung hoffentlich mit jedem Kugelblitz-Band ein bisschen näher. AS: Seit&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/interview-scheffler/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Ursel Scheffler</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="c811" class="csc-default">
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<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"></div>
<div class="csc-textpic-text">
<p class="bodytext"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1543" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/scheffler-2.jpg" alt="Ursel Scheffler" width="250" height="234" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/scheffler-2.jpg 250w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/scheffler-2-215x200.jpg 215w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Hallo Frau Scheffler,<br />
herzlichen Glückwunsch für Sie und natürlich Kommissar Kugelblitz zum 25-jährigen Jubiläum. Befindet sich eigentlich in den Unterlagen von KK auch ein Ordner mit der Aufschrift: Ungelöste Fälle?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Ja, der Fall &#8222;Wie macht man Lesemuffel zu  Leseratten&#8220;, aber ich komme der Lösung hoffentlich mit jedem Kugelblitz-Band ein bisschen näher.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Seit 25 Jahren immer wieder neue Kriminalfälle. Überlegen Sie eigentlich lange, bis sie eine neue Geschichte schreiben oder fliegen Ihnen die Ideen nur so zu?</p>
<p class="bodytext"><strong>US:</strong> Das ist schon ein hartes Stück Arbeit und ehe ich zu Schreiben anfange, recherchiere ich und sammle meine Ideen in einem streng geheimen &#8222;Kugelblitz-Ordner&#8220;, viele Fälle sind wirklich passiert, da nehme ich die Anregungen aus dem Polizeibericht, aus der Zeitung&#8230; Einige Fälle (z.B. Moskitobande, Kürbisgeist und Silberspray) habe ich selbst erlebt.</p>
<p class="bodytext">Der Verlag hat sich zum 25. Dienstjubiläum etwas tolles einfallen lassen: es gibt einen super KK-Detektivkoffer mit Lupe, Fingerabdruckpulver, Dienstausweis, Buch, KK-Mütze, KK-Comic etc  und im Herbst eine einmalige TB-Mini-Ausgabe von Kugelblitz-Bänden.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Wie entstand die Figur KK? Gab es tatsächlich existierende Vorbilder für den sympatischen Ermittler?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Ich wollte Krimis für Kinder schreiben, in denen nicht Kinder allein in gefährliche Situationen geschickt werden, sondern, in denen sie einem Profi helfen dürfen. Das erschien mir realistischer. Dazu brauchte ich  keinen Superhelden, sondern einen, der auch mal Fehler macht und Hilfe braucht. Witzig sollte er auch sein, damit die Kinder Spaß beim Lesen haben. So ist KK entstanden. Sein Aussehen verdankt er einem Obsthändler auf dem Münchner Viktualienmarkt. Ich begegnete dem sympathischen schnauzbärtigen Typ, der eine Obstkiste vor dem Bauch schleppte, als ich nach einer &#8222;Figur&#8220; für KK suchte.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wird Kommissar Kugelblitz auch nach diesem erfreulichen Jubiläum weiter ermitteln oder denkt er langsam an Ruhestand?</p>
<p class="bodytext"><strong>US:</strong> Kugelblitz ermittelt weiter. Der nächste Fall wird vermutlich &#8222;Der Fall Rhinozeros&#8220; heißen und dann gibt es da noch einen ungelösten Fall in Venedig. Außerdem ist Kugelblitz inzwischen in vielen Schulen zur Klassenlektüre geworden. Da gibt es sogar Rechengeschichten mit Kugelblitz.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Natürlich stammen aus Ihrer Feder nicht nur KK Fälle sondern zahlreiche weitere Figuren, Reihen und Bücher, wie z.B. Upps, Ätze oder Paula.Haben Sie einen persönlichen Liebling?</p>
<p class="bodytext"><strong>US:</strong> Ich mag sie alle. Aber Kugelblitz begleitet mich nun seit 25 Jahren. Er ist auch auf jeder Reise dabei. Das ist schon etwas Besonderes.</p>
<p class="bodytext">AS: Gibt es etwas, was Sie durch Ihre Bücher vermitteln möchten oder wollen Sie einfach „nur“ unterhalten?</p>
<p class="bodytext"><strong>US:</strong> Speziell bei Kugelblitz möchte ich zeigen, dass man Spaß und Spannung in Kinderkrimis vermitteln kann, ohne Gewalt und Brutalität. Kugelblitz fuchtelt nicht mit dem Revolver, seine schärfste Waffe ist der Verstand, genau die Waffe, die die Kinder auch am nötigsten brauchen, um lebenstüchtig zu werden, nicht nur als Detektiv.</p>
</div>
</div>
</div>
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<div id="c812" class="csc-default">
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag bei der Autorin Ursel Scheffler aus?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Wieviel Zeit nimmt das Schreiben in Ihrem Leben ein?Im Augenblick nimmt Schreiben einen großen Teil meiner Zeit ein (meine drei Kinder sind inzwischen erwachsen und mein Mann schreibt auch Bücher). Jeden Morgen sitze ich am Schreibtisch. Doch ich schreibe nicht nur Bücher, es muss leider auch der übliche Bürokram erledigt werden und dann sind da auch noch die vielen Kinderbriefe, die beantwortet werden sollen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Arbeiten Sie momentan an einem neuen Projekt? Und über welche Neuerscheinung dürfen sich Ihre Fans demnächst freuen?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Es erscheinen demnächst neue Bilderbuchgeschichten (z.B. Der coole Anton, Diebe klingeln nicht etc), ich redigiere gerade bei großer Hitze eine Sammlung meiner Weihnachtsgeschichten, schreibe einen neuen Kugelblitz, habe eben eine neue Paula abgeliefert, arbeite an einem Drehbuch für ein Musical, und versuche eine längere Geschichte, an der ich seit vielen Jahren arbeite, fertig zu bekommen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Gibt es etwas, was Sie unseren LeserInnen – ganz besonders den Eltern – raten und ans Herz legen möchten?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Vor dem Lesen kommt das Vorlesen. Gemeinsame Lesezeit ist wichtig und gemeinsam mit Kindern über einem Buch verbrachte Stunde ein kostbarer Schatz.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Zum Abschluss noch ein paar persönliche Fragen:</p>
<p class="bodytext">Ihre Lieblingsfarbe ist&#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Das hängt von der Stimmung und den Gegenständen ab. Meist rot. Roter Mini, roter Mantel, rote Schuhe, Wände im Arbeitszimmer sind sonnengelb, Am Strand und in Bayern mag ich weiß blau</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Ihr Lieblingstier&#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>alles was Fell hat. Unser Hund ist leider in den ewigen Jagdgründen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Ihr Lieblingsbuch oder Autor &#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US:</strong> viel zu viele, leider komm ich fast nur im Urlaub zum Lesen. Gegen Flugangst lese ich spannende Krimis, sonst viel über Geschichte und andere Länder und Leute.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Ihre Hobbys sind&#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Kaum Zeit für Hobbys&#8230;Reisen, Fotografie, Lesen, Radfahren und Laufen sooft es geht, Freunde treffen (dafür bleibt leider kaum Zeit).</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Ihren Urlaub verbringt sie am liebsten&#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>auf Reisen in fernen Ländern</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Das mag Ursel Scheffler überhaupt nicht&#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Spinnen, Nacktschnecken, Angeber, Intoleranz, Humorlosigkeit, Egoismus, Gewalt (auch in Fernsehsendungen!!!), Knoblauch, die Farbe lila, feucht-kaltes Wetter, Halsschmerzen und Kinder die sich immer vordrängeln, Erwachsene, die von Stress reden und nichts dagegen tun.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Und das ist Ursel Scheffler wichtig&#8230;?</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Frieden, Freundschaft, Toleranz, Füreinanderdasein</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Liebe Frau Scheffler, vielen Dank für das Interview und einen lieben Gruß an Kommissar Kugelblitz.</p>
<p class="bodytext"><strong>US: </strong>Kugelblitz grüßt zurück, er ist gerade in wichtigen Ermittlungen mit dem Vaporetto auf dem Canale Grande in Venedig unterwegs und  trifft gleich seinen Kollegen Brunetti zu einem Capuccino. Wo darf ich nicht sagen, das ist natürlich streng geheim. Pommes ist übrigens gerade wieder mal verliebt, Sonja Sandmann hat einen neuen Freund und Zwiebels Zwillinge sind unausstehlich weil sie Masern haben.<br />
Herzliche Grüße aus Hamburg, Ursel Scheffler</p>
<p class="bodytext"><em>Das Interview führte Antje Szillat im Juli 2007</em></p>
</div>
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		<title>Interview mit Kai Meyer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:21:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo Kai Meyer, wollten Sie schon als Kind Schriftsteller werden? Ich wollte immer Geschichten erzählen, egal ob als Roman, Film oder Comic. Hauptsache spannend, fantastisch und farbenfroh. Meine allererste Kurzgeschichte habe ich mit elf geschrieben, sie hieß „Das Goldene Schwert“ und war, nun ja, leicht angelehnt an „Der Herr der Ringe“. Genau genommen war es&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/interview-meyer/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Kai Meyer</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="contentbereich">
<div id="inhalt">
<div id="text">
<div id="c996" class="csc-default">
<h3 class="bodytext">Hallo Kai Meyer,</h3>
<p class="bodytext">wollten Sie schon als Kind Schriftsteller werden?</p>
<p class="bodytext">Ich wollte immer Geschichten erzählen, egal ob als Roman, Film oder Comic. Hauptsache spannend, fantastisch und farbenfroh. Meine allererste Kurzgeschichte habe ich mit elf geschrieben, sie hieß „Das Goldene Schwert“ und war, nun ja, leicht angelehnt an „Der Herr der Ringe“. Genau genommen war es eigentlich „Der Herr der Ringe“ auf zehn Seiten nacherzählt, mit einem Zwerg als Hauptfigur &#8230; Aber so beginnen die meisten Schriftsteller oder auch Künstler aller Art: Anfangs kopiert man erst einmal, was einem gefällt. Daraus lernt man hoffentlich bald, wie man etwas Eigenes erschaffen kann.</p>
<p class="bodytext">Was haben Sie als Kind am liebsten gelesen und hatten Sie einen</p>
<p class="bodytext">Lieblingsautor oder ein Lieblingsbuch?</p>
<p class="bodytext">Ich war von Kind an großer Fan von fantastischen Geschichten aller Art. Mein allererstes Lieblingsbuch – oder eigentlich drei Bücher – war die „Tripod“-Trilogie von John Christopher. Sie ist kürzlich im Arena-Verlag endlich wieder neu erschienen; für die limitierte Sonderausgabe habe ich ein Vorwort geschrieben. Danach kamen „Star Wars“ und Tolkien. Und dann so ziemlich alles, in dem es um Schwerter oder Laserpistolen ging. Mit 13 oder 14 habe ich dann begonnen, genauer auszuwählen und auch Bücher außerhalb des Genres zu lesen.</p>
<p class="bodytext"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1550" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/kai_meyer-240x300.jpg" alt="Kai Meyer" width="240" height="300" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/kai_meyer-240x300.jpg 240w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/kai_meyer-416x520.jpg 416w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/kai_meyer.jpg 591w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" /></p>
<p class="bodytext">Woher nehmen Sie die ganzen Ideen für Ihre Bücher? Sind das meistens</p>
<p class="bodytext">spontane Einfälle?</p>
<p class="bodytext">Es beginnt oft mit einem oder zwei spontanen Einfällen, zum Beispiel „Wie wäre es, wenn Menschen auf den Wolken leben könnten?“. Aber darauf folgt dann eine lange Phase der Recherche in Sachbüchern und historischen Quellen. Ab einem gewissen Punkt, wenn ich weiß, dieser oder jener Stoff wird mein nächstes Buch, kommen die Einfälle und Bilder plötzlich aus allen Richtungen. Das ist, als würde in meinem Kopf ein Schalter umgelegt, der so eine Art Ideenantenne ausfährt. Plötzlich kommen sie von überallher.</p>
<p class="bodytext">Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag bei dem Schriftsteller Kai Meyer aus?</p>
<p class="bodytext">Halb sieben aufstehen. Frühstücken. Mit dem Hund spazieren gehen. Die wichtigsten E-Mails beantworten und andere im Postfach liegen lassen, wo sie mit etwas Pech für Wochen verschwinden. Anschließend die Seiten vom Vortag lesen und korrigieren, vor allem um wieder in die aktuelle Szene, in die Figuren und Gefühle hineinzukommen. Und dann bemühe ich mich, etwa zehn Seiten zu schreiben. Das dauert meist bis drei, vier Uhr am Nachmittag, manchmal auch länger.</p>
<p class="bodytext">Gibt es einen Platz an dem Sie besonders gerne schreiben?</p>
<p class="bodytext">Brauchen Sie besondere Bedingungen, um gut schreiben zu können. Sind Sie beim Schreiben lieber alleine oder brauchen Sie Menschen um sich herum?</p>
<p class="bodytext">Ich muss beim Schreiben allein sein. Ich kann weder in Cafés, noch in Zügen schreiben, nicht mal besonders gut in Hotelzimmern. Am liebsten arbeite ich im Sommer auf meiner Terrasse im Grünen, im Winter in meinem Arbeitszimmer oder auch mal auf dem Sofa. Ich schreibe meine Bücher auf einem Laptop, das vereinfacht es, mal hier oder da zu arbeiten.</p>
<p class="bodytext">Gerade bei den historischen Romanen sind erhebliche Recherchen nötig.</p>
<p class="bodytext">Woher bekommen Sie Ihre ganzen Informationen?</p>
<p class="bodytext">Wenn Thema und Hintergrund für ein neues Buch klar sind, beschaffe ich mir meterweise Fachliteratur zu dem Thema. Vieles nutze ich dann am Ende gar nicht oder nur in winzigen Bruchstücken. Aber erst einmal sammle ich alles, was dazu passt, durchaus auch Romane und Filme. Für die „Wolkenvolk“-Trilogie habe ich, neben der Recherche über Historie und Mythen, Dutzende von alten chinesischen Schwertkampffilmen aus den Sechziger Jahren angeschaut und – soweit sie auf Englisch verfügbar waren – deren literarische Quellen gelesen. Das war natürlich auch ganz eigennützig, weil ich eine Menge Spaß dabei hatte.</p>
<p class="bodytext">Wer darf Ihre fertigen Manuskripte oder Kapitel zuerst lesen? Gibt es eine oder mehrere Personen, dessen Meinung Ihnen besonders wichtig und hilfreich ist / sind?</p>
<p class="bodytext">Meine Lektorinnen bzw. Lektoren im Verlag. Sie sind immer die ersten, die meine Bücher zu sehen bekommen.</p>
<p class="bodytext">Sie haben großen Erfolg mit Ihren Büchern im In- und Ausland.</p>
<p class="bodytext">Wie gut können Sie mittlerweile vom Schreiben leben?</p>
<p class="bodytext">Gut genug. Als ich mich 1995 als Schriftsteller selbstständig gemacht habe, habe ich mir selbst das Ziel gesteckt, im ersten Jahr so viel zu verdienen wie vorher als Redakteur bei einer Tageszeitung. Das hat geklappt, und seitdem ist es von Jahr zu Jahr besser geworden.</p>
<p class="bodytext">An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?</p>
<p class="bodytext">Ich habe vor einigen Wochen den dritten „Wolkenvolk“-Band fertiggestellt, der im Juni erscheint. Nun sitze ich gerade an der Planung für eine neue Fantasy-Geschichte, die zwar offiziell als Erwachsenenbuch erscheint (und ältere Hauptfiguren hat), ansonsten aber sehr in die Richtung meiner Fantasy-Trilogien geht. Lange Zeit meinten die Verlage, meine Erwachsenenbücher sollten nicht so fantastisch sein, damit man sie als historische Romane verkaufen kann, aber jetzt ist allen endlich klar geworden, dass mir Fantasy einfach noch besser liegt. Und es ist, glaube ich, ja auch eine sehr eigene Art von Fantasy, die ich schreibe – mit Orks und Zwergen hat das nichts zu tun.</p>
<p class="bodytext">Fantasiegeschichten lesen und schreiben steht bei den Kids hoch im Kurs. Können Sie den jungen Nachwuchsautoren einige Schreibtipps geben?</p>
<p class="bodytext">Neben dem Standard-Tipp „Lesen, Lesen, Lesen, und nicht NUR Fantasy“, rate ich immer, begonnene Geschichten unbedingt zu Ende zu schreiben. Mein Fehler als Teenager war, vieles anzufangen und dann nach ein paar Seiten das Interesse zu verlieren. Zur Arbeit eines Schriftstellers gehört aber auch eine gute Portion Disziplin und Selbstvertrauen: Auch wenn man mal einen oder zwei Tage lang denkt „Eigentlich würde ich jetzt lieber was anderes machen“, muss man sich selbst am Riemen reißen – und eigentlich immer kommen Spaß, Interesse und Begeisterung nach kurzer Zeit wieder zurück.</p>
<p class="bodytext">Vielen Dank für das Interview und viel Spaß und Erfolg für die Zukunft.</p>
<p class="bodytext">Das Interview führte Antje Szillat</p>
<p class="bodytext">Weitere Infos über den Autoren bekommt man hier:</p>
<p class="bodytext">HYPERLINK &#8222;http://www.kai-meyer.de&#8220; www.kai-meyer.de</p>
<p class="bodytext">HYPERLINK &#8222;http://www.Loewe-Verlag.de&#8220; www.Loewe-Verlag.de</p>
</div>
</div>
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		<title>Kai Meyer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Meyer]]></category>
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					<description><![CDATA[Kai Meyer &#8211; Herr der Fantasie Kai Meyer wurde 1969 in Lübeck geboren, er wuchs im Rheinland auf und lebt heute mit seiner Familie in einer Kleinstadt am Rand der Eifel. Nach seinem Abitur studierte er einige Semester Theater-, Film und Fernsehwissenschaften, brach aber das Studium vorzeitig ab und volontierte bei einer Tageszeitung. Bis 1995&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/kai-meyer/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Kai Meyer</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="csc-header csc-header-n2">
<h1>Kai Meyer &#8211; Herr der Fantasie</h1>
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<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"><a title="Ursel Scheffler und Kommissar Kugelblitz - seit 25 Jahren den Gaunern auf der Spur!" href="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=88&amp;md5=c823327fdc858845fc46a4a806d1b27fdcb2a30f&amp;parameters%5B0%5D=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjQ6IjgwMG0iO3M6NjoiaGVpZ2h0IjtzOjQ6IjYw&amp;parameters%5B1%5D=MG0iO3M6NzoiYm9keVRhZyI7czo0MToiPGJvZHkgc3R5bGU9Im1hcmdpbjowOyBi&amp;parameters%5B2%5D=YWNrZ3JvdW5kOiNmZmY7Ij4iO3M6NDoid3JhcCI7czozNzoiPGEgaHJlZj0iamF2&amp;parameters%5B3%5D=YXNjcmlwdDpjbG9zZSgpOyI%2BIHwgPC9hPiI7fQ%3D%3D"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//fileadmin/_processed_/csm_autorenspecial_1843f550ca.jpg" alt="Kai Meyer" width="120" height="148" border="0" /></a></div>
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<p class="bodytext">Kai Meyer wurde 1969 in Lübeck geboren, er wuchs im Rheinland auf und lebt heute mit seiner Familie in einer Kleinstadt am Rand der Eifel.</p>
<p class="bodytext">Nach seinem Abitur studierte er einige Semester Theater-, Film und</p>
<p class="bodytext">Fernsehwissenschaften, brach aber das Studium vorzeitig ab und volontierte bei einer Tageszeitung. Bis 1995 arbeitete er als Redakteur und widmete sich nebenher dem Schreiben seiner ersten Bücher; seither ist er freiberuflicher Schriftsteller. Seinen Durchbruch erlebte Kai Meyer 1994 mit &#8222;Die Geisterseher&#8220;. Seitdem hat er weit über vierzig Romane sowie zahlreiche Drehbücher, Hörspiele und Comics geschrieben. Seine Bücher erscheinen mittlerweile in 25 Sprachen.</p>
<p class="bodytext">Seit Oktober 2005 erscheinen seine Trilogien auch in den USA. Für seinen</p>
<p class="bodytext">Roman &#8222;Frostfeuer&#8220; bekam er 2005 die CORINE in der Kategorie &#8222;Bestes Kinder- und Jugendbuch&#8220; überreicht. Im Juni 2006 eröffnet Kai Meyer mit dem Titel &#8222;Seide und Schwert&#8220; seine langerwartete Wolkenvolk-Trilogie, in der er durch seine bildreiche Sprache nicht nur das traditionelle China zum Leben erweckt, sondern auch die Wolken als außergewöhnlichen Schauplatz seiner Handlung für sich entdeckt.</p>
<p class="bodytext">Im Januar 2007 erschien der zweite Band aus der Wolkenvolk-Triologie – „Lanze und Licht“.</p>
<p class="bodytext">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p class="bodytext">Family-Concepts</p>
<p class="bodytext">Agentur für Kinder- und Familienmedien</p>
<p class="bodytext">Antje Szillat</p>
<p class="bodytext">Konrad Adenauerstraße 6</p>
<p class="bodytext">31157 Sarstedt</p>
<p class="bodytext">E-Mail: HYPERLINK &#8222;mailto:aszillat@gmx.net&#8220; aszillat@gmx.net</p>
<p class="bodytext">Telefon: 05066 604801</p>
<p class="bodytext">Telefax: 05066 604870</p>
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		<title>Stefan Gemmel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:19:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Gemmel]]></category>
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					<description><![CDATA[Stefan Gemmel Autorenspecial / Antje Szillat Und dann traf ich noch &#8230; Den Kinder und Jugendbuchautoren Stefan Gemmel. Stefan stellte gemeinsam mit seinem Verleger Gerhard Kälberer (edition zweihorn) und dem Musiker Alexander Sauerländer, im Kinder- und Jugendbuch Forum der Frankfurter Buchmesse, sein neues Buchprojekt „Stefan Gemmels MusiXstories“ vor. Ich sitze im Publikum und schaue mich&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/stefan-gemmels/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Stefan Gemmel</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="csc-header csc-header-n1">
<h1 class="csc-firstHeader">Stefan Gemmel Autorenspecial / Antje Szillat</h1>
</div>
<p class="bodytext">Und dann traf ich noch &#8230; Den Kinder und Jugendbuchautoren Stefan Gemmel.</p>
<p class="bodytext">Stefan stellte gemeinsam mit seinem Verleger Gerhard Kälberer (edition zweihorn) und dem Musiker Alexander Sauerländer, im Kinder- und Jugendbuch Forum der Frankfurter Buchmesse, sein neues Buchprojekt „Stefan Gemmels MusiXstories“ vor.</p>
<p class="bodytext">Ich sitze im Publikum und schaue mich in der Menge der Wartenden um. Ein paar Erwachsene, einige Kinder, ansonsten leere Plätze. Schade, denke ich gerade, weil Stefan wirklich ein fantastischer Vorleser ist und seine MusiXstories ein absolutes Erlebnis sind. Doch plötzlich beginnt Alexander Sauerländer zu trommeln. Was nun geschieht erinnern mich ein kleines bisschen an die Geschichte „Der Rattenfänger von Hameln“, denn Alexander Sauerländer „zieht“ mit seiner Musik die Kinder geradezu magisch an. Aber auch die Erwachsenen fühlen sich scheinbar von der rhythmischen Melodie aufgefordert Platz zu nehmen und zuzuhören. Schnell sind die Plätze gefüllt und die Zuschauer schauen erwartungsvoll in Richtung Bühne.</p>
<p class="bodytext">Da steht Stefan und wirkt etwas nervös (was aber nur auffällt, wenn man ihn gut kennt). Gerhard Kälberer gibt das Startzeichen und wirft das erste Bild von „Vittorios Lied“ mit dem Projektor an die Leinwand. „Und los &#8230;“, ruft Stefan dem Tontechniker zu und die Musik zu „Vittorios Lied“ erklingt. Alexander Sauerländer begleitet sie leise und sanft mit seinen Trommelrhythmen.</p>
<p class="bodytext">Und dann beginnt Stefan zu lesen &#8230; Er braucht einen Moment, um sich an die Musik im Hintergrund zu gewöhnen und seine richtige Vorleserlautstärke zu finden. Aber nur einen kleinen Moment, dann ist Stefan der Stefan, wie ihn seine Fans kennen und lieben – ein begnadeter Vorleser. Wenn ich ihm zuhöre, muss ich immer an Cornelia Funkes berühmten Vorleser Mo denken – so stelle ich ihn mir nämlich vor. Genau wie Mo gelingt es Stefan die Buchstaben, die Wörter, die Geschichten mit Leben zu füllen. Er ist in der Lage einfach jeden in seinen Bann zu ziehen – und dafür braucht er nur seine Stimme, begleitet von den wunderschönen Klängen der Gitarre. Was für ein fantastisches Erlebnis &#8230;</p>
<p class="bodytext">Ich schaue mich wieder um und diesmal blicke ich in zahlreiche begeisterte Gesichter.</p>
<p class="bodytext">Es ist ihm mal wieder gelungen – er hat sie mitgenommen auf die Reise &#8230; in fremde Länder, andere Kulturen, zu spannenden Abenteuern.</p>
<p class="bodytext">Antje Szillat</p>
<p class="bodytext">Stefan Gemmels MusiXstories, Vol.1: Vittorios Lied (romantische Gitarre); Ellingtons Thema (Swing); Der Rhythmus der Welt (Samba), 3 Bände und Audio-CD</p>
<p class="bodytext">Broschiert: 96 Seiten</p>
<p class="bodytext">Verlag: Edition Zweihorn; Auflage: 1 (Oktober 2007)</p>
<p class="bodytext">ISBN-10: 3935265336</p>
<p class="bodytext">ISBN-13: 978-3935265331</p>
<p class="bodytext">Preis: 29,95 Euro</p>
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		<title>Cornelia Funke</title>
		<link>https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/cornelia-funke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:18:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
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					<description><![CDATA[Glück, das wie Kakao schmeckt Wie Cornelia Funke zur erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorin wurde Das Glück fühlt sich „dick und frech und warm und weich und rot und blau und federleicht“ an und es schmeckt wie Kakao. Was die Glücksfee Pistazia, herausgefunden hat, weiß inzwischen auch ihre Schöpferin, Cornelia Funke, aus eigener Erfahrung. Mit Büchern, die&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/cornelia-funke/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Cornelia Funke</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="contentbereich">
<div id="inhalt">
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<h1 class="csc-firstHeader">Glück, das wie Kakao schmeckt</h1>
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<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//fileadmin/_migrated/pics/Cornelia_funke.jpg" alt="Cornelia Funke" width="425" height="510" border="0" /></div>
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<div class="csc-textpic-text">
<h2>Wie Cornelia Funke zur erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorin wurde</h2>
<p class="bodytext">Das Glück fühlt sich „dick und frech und warm und weich und rot und blau und federleicht“ an und es schmeckt wie Kakao. Was die Glücksfee Pistazia, herausgefunden hat, weiß inzwischen auch ihre Schöpferin, Cornelia Funke, aus eigener Erfahrung.</p>
<p class="bodytext">Mit Büchern, die die Magie des Lesens auf jeder Seite spürbar machen, hat es die begnadete Erzählerin zur erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorin gebracht – und sich selbst den Traum vom Leben in Kalifornien erfüllt.</p>
<p class="bodytext">50 Bücher hat Cornelia Funke bis heute geschrieben, sie wurden in 45 Sprachen übersetzt und mehr als 13 Millionen Exemplare sind weltweit verkauft worden. Die drei Bände der Tintenwelt-Trilogie über die Magie des (Vor-)lesens, in der die Grenzen zwischen der erzählten und der realen Welt verschwimmen machten Cornelia Funke endgültig zur Starautorin, die häufig auch die auch die „deutsche Joanne K. Rowling“ genannt wird. Cornelia Funke gelingt es wie nur wenigen Autoren ihre Leser mitzunehmen, auf eine fantastische Reise durch ihre Bücher – und ihnen etwas von der Magie des Lesens zu vermitteln.</p>
<p class="bodytext"><b> „Ich liebe es, wenn eine Geschichte mich überrascht“</b></p>
<p class="bodytext">Wer Cornelia Funke persönlich kennen lernt, erlebt eine ausgesprochen herzliche Frau. Denn bei allem Erfolg hat sie ihre Natürlichkeit bewahrt und nie den Boden unter den Füßen verloren. Antje Szillat hat mit der sympathischen Autorin gesprochen über das Lesen und Schreiben, ihre Träume und ihr neues Leben in Los Angeles.</p>
<p class="bodytext"><b>Ich habe kürzlich bei Google 1.430.000 Einträge über Sie gefunden. Wie fühlt sich das an? Gibt es eigentlich irgendetwas, was noch nicht über Sie geschrieben wurde?<br />
</b>Manchmal bin ich da selbst nicht so sicher. Allerdings hab ich die Einträge auch noch nicht alle gelesen. Zum Glück ist der Rummel bei Schriftstellern natürlich nichts im Vergleich zu dem, der um Schauspieler getrieben wird.</p>
<p><b>Können Sie sich noch daran erinnern, wie es dazu kam, dass sie Ihre<br />
erste Geschichte geschrieben haben?</b><br />
Ich war eine gelangweilte Illustratorin, die sich Bücher über Drachen und tausendäugige Dschinns zum Bebildern wünschte. Und da ich die von keinem Verlag zugeschickt bekam, setzte ich mich eines Abends hin und schrieb mein erstes Buch.</p>
<p><b>Ist Schriftstellerin Ihr Traumberuf oder was würden Sie gerne noch etwas anderes ausprobieren?</b><br />
Es ist mein absoluter Traumberuf – auch wenn ich das erst mit Anfang Dreißig erkannt habe. Vor allem, weil ich für Kinder schreiben kann. Ich will kein Astronaut mehr werden, wie mit elf Jahren oder Pilot oder zu den Indianern ziehen – der Wunsch kam natürlich von ausgiebiger Karl May-Lektüre – ich will einfach nur Geschichten schreiben. Und ab und zu einen Film daraus machen.</p>
<p class="bodytext"><b>Sie schreiben sowohl Kinder- als auch Jugendbücher. Wissen Sie schon von Anfang an, ob das Buch, das gerade am Entstehen ist, ein Kinder- oder ein Jugendbuch wird – oder kristallisiert sich das erst beim Schreiben heraus?</b><br />
Ja, das stellt sich oft erst heraus, wenn ich mit dem Schreiben anfange. Bei dem Buch, an dem gerade arbeite zum Beispiel, hatte ich erwartet, dass es, was Zielgruppe und Umfang betrifft, ähnlich wie die Tintenbücher wird, aber statt dessen wurde es wesentlich kürzer und ist auch schon für 8-jährige gut lesbar. Ich liebe es, wenn eine Geschichte mich so überrascht.</p>
<p><b> Letzten Winter waren Sie auf Lesereise in Deutschland unterwegs. Wie wichtig ist Ihnen dieser enge Kontakt mit Ihren Jugendlichen und erwachsenen Lesern?</b><br />
Das ist mir sehr, sehr wichtig. Ich lese auch zu Hause in Los Angeles regelmäßig in Schulen und Buchhandlungen, um den Draht zu meinen Lesern nicht zu verlieren. Außerdem liebe ich es, meine Geschichten vorzulesen, die Fragen der Kinder zu beantworten und ihnen ihre Bücher zu signieren. Es erinnert mich immer wieder daran, für wen ich schreibe – und es macht glücklich zu sehen, wie sehr die Geschichten geliebt werden. Diesmal hatten sogar viele Kinder von meiner Schokoladensucht gehört und mir welche mitgebracht. Sehr nett! Vor allem, weil deutsche Schokolade nun mal besser ist als amerikanische.</p>
<p><b> Können Sie sich vorstellen, irgendwann einmal nach Deutschland zurückzukehren?</b><br />
Zurzeit nicht. Ich bin sehr glücklich hier und hoffe, das noch viele Jahre zu sein. Mein Sohn geht hier noch fünf Jahre zur Schule, meine Tochter wird hier das College besuchen. Außerdem leben meine engsten Freunde hier und ich genieße es immer noch, nicht übers Wetter stöhnen zu müssen. Aber ich plane meine Zukunft eh nie im Voraus. Wie mein Leben zeigt, kann sich alles von einem Tag auf den anderen ändern.</p>
<p><b> Sie engagieren sich – unter anderem – für den Verein wünschdirwas e.V. – seit letztem September sogar als offizielle Botschafterin. Was hat sie dazu veranlasst? Und was macht der Verein überhaupt? </b><br />
wünschdirwas e.V. erfüllt schwerkranken Kindern ihre Herzenswünsche. Mit dem Verein kam ich in Kontakt, weil ein Mädchen mich kennen lernen wollte. Ich habe mich inzwischen zweimal mit Jasmin getroffen und finde es eine so wunderbare Idee, Kindern, die mit soviel fertig werden müssen, besondere Wünsche zu erfüllen und ihnen Glück als Medizin gegen das Unglück zu schenken. Deshalb habe ich mich sehr gefreut als der Verein mich bat, Botschafterin zu werden. Außer wünschdirwas unterstütze ich auch noch Exilio, eine Organisation, die mit Flüchtlingen und Folteropfern arbeitet und die Häusliche Kinderkrankenpflege in Hamburg – alles kleine Organisationen, die eine Arbeit tun, die gar nicht genug Beachtung und Unterstützung finden kann.<br />
<b><br />
wünschdirwas e. V. macht Kinderwünsche  wahr!</b></p>
<p class="bodytext">Einmal Prinzessin auf einer Burg sein, einmal mit dem Fallschirm vom Himmel schweben, einmal die Stars der Fußball-Nationalmannschaft oder den Lieblingsautor treffen – wünschdirwas lässt solche Träume in Erfüllung gehen. Der gemeinnützige Verein erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder. Ehrenamtliche Mitarbeiter besuchen die Kinder in Krankenhäusern und Kinderkliniken und bemühen sich jeden Tag, Freude in das Leben der kleinen Patienten zu bringen. Hat ein Kind seinen Herzenswunsch wünschdirwas anvertraut, wird mit dem Einverständnis von Therapeuten, Ärzten und Eltern alles Erdenkliche in Bewegung gesetzt, um diesen Wunsch zu erfüllen. Dank umfangreicher Hilfe gibt es kaum einen Wunsch, den wünschdirwas nicht zu erfüllen vermag. Prominente Botschafter wie Cornelia Funke tragen durch ihre Popularität dazu bei, wünschdirwas bekannt zu machen und viele neue Unterstützer und Sponsoren für die wichtige Arbeit des Vereins zu finden.</p>
<p class="bodytext">Mehr Info: <a class="linkExt" href="http://www.wuenschdirwas.de/" target="_blank">www.wuenschdirwas.de</a></p>
<p class="bodytext"><b>Bücher von Cornelia Funke </b></p>
<p class="bodytext">Alle Bücher von Cornelia Funke hier vorzustellen, würde das ganze Heft füllen. Hier eine Auswahl ihrer wichtigsten Titel:</p>
<p class="bodytext"><b>Drachenreiter</b> – der Drache Lung sucht gemeinsam mit der Koboldin Schwefelfell und Dem Waisenjungen Ben nach dem Saum des Himmels. Cecilie Dressler Verlag, 15,90 €</p>
<p class="bodytext"><b>Die wilden Hühner</b> – die Abenteuer der coolsten Mädchengang der Welt. Cecilie Dressler Verlag, 10,90 €</p>
<p class="bodytext"><b>Hände weg von Mississippi</b> – ein Traum wird wahr: Emma bekommt ein Pferd geschenkt. Doch sie muss um ihre Stute Mississippi kämpfen. Cecilie Dressler Verlag, 10,90 €</p>
<p class="bodytext"><b>Herr der Diebe</b> – eine Bande heimatloser Kinder lebt in einem verlassenen Kino in Venedig in einem geheimnisvollen Versteck. Cecilie Dressler Verlag, 15,90 €</p>
<p class="bodytext"><b>Tintenherz</b>, Cecilie Dressler Verlag, 19,90 €</p>
<p class="bodytext"><b>Tintenblut</b>, Cecilie Dressler Verlag, 22,90 €</p>
<p class="bodytext"><b>Tintentod,</b> Cecilie Dressler Verlag, 22,90 €</p>
</div>
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		<title>Interview mit Anne Maar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Maar]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Anne Maar Anne Maar – Kinderbuchautorin und Leiterin des Fränkischen Theaters in einer Person! In Anne Maars Familie gibt es viele prominente und erfolgreiche Menschen. Zum einen ist sie die Tochter des Sams Erfinder Paul Maar und der bekannten Familientherapeutin und Autorin Nele Maar. Als Enkelin des Schauspielers und Theaterregisseur Oskar Ballhaus und&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview-mit-anne-maar/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Anne Maar</span></a>]]></description>
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<h1 class="csc-firstHeader">Interview mit Anne Maar</h1>
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<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//fileadmin/_migrated/pics/anne2010-2.jpg" alt="Anne Maar" width="300" height="225" border="0" /></div>
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<div class="csc-textpic-text">
<p class="bodytext"><b>Anne Maar – Kinderbuchautorin und Leiterin des Fränkischen Theaters in einer Person!</b></p>
<p class="bodytext">In Anne Maars Familie gibt es viele prominente und erfolgreiche Menschen. Zum einen ist sie die Tochter des Sams Erfinder Paul Maar und der bekannten Familientherapeutin und Autorin Nele Maar. Als Enkelin des Schauspielers und Theaterregisseur Oskar Ballhaus und dessen Ehefrau, der Schauspielerin Lena Hutter ist sie schon früh mit dem Theater und Schauspiel in Berührung gekommen.</p>
<p class="bodytext">Bei so vielen künstlerisch begabten und tätigen Menschen um sich herum, liegt es nahe, dass sie selbst auch diese Richtung einschlagen würde. Doch Anne Maar hatte zunächst ganz andere Ziele: sie wollte Tierärztin werden.</p>
<p class="bodytext">Warum sie diesen Wunsch dann doch nicht in die Tat umgesetzt hat und wie ihr Leben als Leiterin eines Theaters aussieht, dass wollte KidsLife im Gespräch mit der vielseitigen Autorin und Theaterchefin von ihr erfahren.</p>
<p class="bodytext"><b>Antje Szillat: </b></p>
<p class="bodytext"><b>Liebe Anne Maar, als kleines Mädchen saßen sie oft mit ihrem Vater, dem berühmten Schriftsteller Paul Maar, beieinander</b><b> </b><b>und schrieben und malten sich gegenseitig aufs Papier.</b></p>
<p class="bodytext"><b>Wie sehr hat ihr Vater ihren eigenen Weg als Kinder- und Jugendbuchautorin geprägt beziehungsweise gefördert?</b></p>
<p class="bodytext">Überraschenderweise war es nicht so, dass ich als Kind oder Jugendliche schon dasselbe werden wollte wie mein Vater. Erst wollte ich Tierärztin werden, dann Schauspielerin, dann Cutterin (Film&#8220;schneiderin&#8220;), dann wollte ich Filme machen. Ich fing an, mit einem guten Freund namens Andreas Fröhlich Drehbücher zu schreiben, u.a. für die Serie Siebenstein. Wir bekamen auch Förderung für ein Drehbuch für einen abendfüllenden Spielfilm. Ich bewarb mich noch um eine weitere Drehbuchförderung und dafür sollten verschiedene Arbeitsproben eingereicht werden. Also schrieb ich eine Kurzgeschichte für Kinder. Die Drehbuchförderung bekam ich nicht, aber weil ich die Geschichte geschrieben hatte, versuchte ich, sie in einer Anthologie unterzubringen. Dabei hat mich mein Vater sehr unterstützt, er gab mir einerseits Hinweise, wie ich die Geschichte auch optisch besser präsentieren kann, lektorierte sie und gab mir andererseits Adressen von Verlagen, in die meine Geschichte eventuell passen könnte. Die Geschichte kam dann in keiner Anthologie unter, denn Herr Rumler, der damalige Lektor vom Ellermann-Verlag. überredete mich, zu der Geschichte noch weitere zu schreiben – und daraus wurde dann mein erstes Buch. Erst nach dem Erscheinen dieses Buches fragte ich mich, ob ich auch Kinderbuchautorin werden möchte, wie mein Vater. Ich wusste aber auch, dass ich diese Entscheidung ganz alleine und für mich finden muss, denn Schreiben ist einfach etwas sehr persönliches und jeder schreibt anders, aus seiner Persönlichkeit heraus. Die Frage, ob das Schreiben das richtige für mich ist, ob es genau das ist, was ich tun möchte, habe ich dann mit &#8222;Ja&#8220; beantwortet, unabhängig von  meinem Vater.</p>
<p class="bodytext">Mein Vater unterstützt mich immer noch, indem wir über unsere Geschichten reden und uns auch gegenseitig Tipps geben. Manchmal, wenn ich bei einer Geschichte nicht weiterkomme, frage ich ihn, was er machen würde. Das hilft mir häufig, wobei er dann manchmal auch so viel weiterfantasiert, dass ich ihn stoppe und sage: &#8222;Ja, so würdest DU das jetzt weiterschreiben, aber bei mir geht’s ein wenig anders weiter… &#8222;</p>
<p class="bodytext"><b>Vor einigen Jahren haben Sie das <i>Fränkische Theater Schloss Maßbach</i> von ihrer Großmutter, der Schauspielerin Lena Hutter (1911-2003) geerbt. Können Sie den KidsLife Lesern ein bisschen etwas über Ihr Leben und Schaffen als Theaterchefin erzählen?</b></p>
<p class="bodytext">Das Leben als Theaterchefin ist auf jeden Fall komplett anders, als dass einer Autorin.</p>
<p class="bodytext">Das Fränkische Theater Schloss Maßbach ist ein Privattheater mit der Funktion einer Landesbühne. Das heißt, es gibt drei Spielstätten im Haus, das Theater fährt aber auch auf sogenannte &#8222;Abstecher&#8220;, dh. es fährt abends an einen Gastspielort, spielt dort und fährt danach wieder zurück. Das Theater versorgt also eine ganze Region mit Kultur. Das besondere an dem Theater ist zudem, dass die Schauspieler in dem Schloss wohnen. &#8222;Arbeiten und Leben aus dem Geist der Gemeinschaft&#8220; war die Idee der Gründer, meiner Großeltern. Ich lebe allerdings nicht im Schloss. Als Theaterleiterin habe ich sehr verschiedene Aufgaben, auch deshalb, weil das Theater nicht so einen großen Etat hat und weniger Stellen besetzt sind, als ich es mir manchmal wünschen würde.</p>
<p class="bodytext"><b>Und um welche Aufgaben handelt es sich dabei?</b></p>
<p class="bodytext">Da ist zum einen die künstlerische Leitung. Ich überlege, welche Stücke gespielt werden. Für jede Spielzeit müssen 8 Abendstücke gefunden werden, darunter Komödien, Klassiker, zeitgenössische Stücke, Dramen, dann zwei Kinderstücke und ein Jugendstück. Ich lese sehr viel und überlege dann, welche Stücke passend wären. Bei dieser Entscheidung spielen ganz viele Überlegungen mit: Ist das Thema spannend, relevant, unterhaltend? Was passt in dieses Theater? Sind die Rechte für uns zu haben? Wer kann das inszenieren? Wer spielen? Kann man das Stück gut an die Gastspielorte verkaufen? Mit der Auswahl der Stücke suche ich auch gleich die Regisseure (natürlich auch Regisseurinnen, aber ich verwende der Einfachheit halber jetzt den männlichen Namen), die das Stück dann inszenieren werden. Jeder Regisseur hat einen eigenen Zugriff auf ein Stück, eine Betrachtungsweise, einen Stil. Es kann einen großen Unterschied machen, ob ich ein Stück diesem oder jenem anbiete, das Stück kann sehr verschieden interpretiert werden. Mit den Regisseuren zusammen entscheide ich dann, wer das Bühnenbild machen wird und welche Schauspieler spielen werden.</p>
<p class="bodytext">Vor Probenbeginn gibt es dann ein Konzeptionsgespräch mit dem Regisseur, in dem er seine Ideen vorstellt. Da kann ich mich auch einmischen, auf Schwierigkeiten hinweisen oder auch Ideen bestärken. Genauso ist es dann, wenn ich Proben anschaue – danach gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur, in dem ich beschreibe, was ich gesehen habe und auch Fragen stelle, wenn etwas nicht klar geworden ist.</p>
<p class="bodytext">Die künstlerische Entwicklung der Schauspieler versuche ich durch Rollenangebote zu fördern. Ganz allgemein bemühe ich mich um ein gutes Arbeitsklima, so dass alle Mitarbeiter in dem Theater – trotz sehr niedriger Gagen und Löhne – gerne da sind und gerne etwas zusammen erschaffen.</p>
<p class="bodytext"><b>Das sind jede Menge künstlerische Aufgaben, die sich sehr interessant und spannend anhören. Aber wie sieht es mit der wirtschaftlichen Leitung aus? Fällt die auch in Ihren Aufgabenbereich?</b></p>
<p class="bodytext">Ja. Ich muss die Zuschüsse beantragen und auch darum kämpfen, dass sie erhöht oder nicht reduziert werden. Ich muss also auch das Theater in der Öffentlichkeit darstellen und mit Politikern verhandeln. Ich muss den Etat im Sinn haben &#8211; wie viel darf ein Bühnenbild kosten, wie viel die Kostüme, können wir uns noch einen zusätzlichen Techniker leisten, wie kann ich die Gagen erhöhen, wie finanziere ich einen neuen LKW etc. Ich muss in diesem Zusammenhang auch ganz viele Entscheidungen treffen – sollen wir die Eintrittspreise erhöhen, wie hoch soll die Ermäßigung sein, können wir uns es leisten, vier neue Scheinwerfer zu kaufen etc.</p>
<p class="bodytext">Und dann gibt es noch eine eher skurrile Nebentätigkeit von mir, das Hotelmanagement – welcher Schauspieler kommt wann in welches Zimmer, wo wohnt die Regieassistenz, muss ich noch ein Zimmer anmieten, sind genügend Töpfe in den Zimmern, braucht jemand eine neue Matratze?</p>
<p class="bodytext">Als ich nur Autorin war, war ich jeden Tag zu Hause, viel allein, konnte eigentlich jeden Tag machen, was ich wollte.</p>
<p class="bodytext">Jetzt bin ich fast jeden Tag im Theater (aber erst ab 11 Uhr, zum Glück!), jeden Tag mit vielen Menschen zusammen und habe die Verantwortung für einen mittelständischen Betrieb mit etwa 50 Angehörigen.</p>
<p class="bodytext"><b>Nach einer längeren Schreibpause sind in letzter Zeit wieder einige neue Kinderbücher von Ihnen erschienen. Wie ist es zu der Schreibpause gekommen und was hat Sie dazu veranlasst, das Schreiben wieder aufzunehmen?</b></p>
<p class="bodytext">Als ich das Theater übernommen hatte, war ich erst einmal eine Weile überfordert von dieser Aufgabe. Seit ein paar Jahren fühle ich mich zwar nicht mehr überfordert, die Theatertätigkeit nimmt dennoch sehr viel Zeit und Energie in Anspruch. Ich bin außerdem eine langsame Schreiberin, brauche lange, um eine Idee zu entwickeln. Die nun neu veröffentlichten Bücher sind eher kürzere Geschichten. Das Schreiben an einer langen Geschichte fehlt mir etwas, aber ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich das langsame und längere Arbeiten an einem Buch mit der Theaterarbeit kombinieren kann.</p>
<p class="bodytext"><b>Eines Ihrer neuen Bücher trägt den Titel: <a class="linkExt" href="http://www.amazon.de/Affen-Giraffen-Geschichten-R%C3%A4tsel-Bilder/dp/3789142824/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1273646398&amp;sr=1-1" target="_blank"><i>Mehr Affen als Giraffen</i>. Sie haben das Buch zusammen mit Ihrem Vater Paul und ihrer Tante Verena Ballhaus geschrieben bzw. illustriert. Wie ist es zu diesem Familienprojekt</a> gekommen?</b></p>
<p class="bodytext">In dem Buch sind Geschichten von meinem Vater und mir versammelt, die es schon einmal in anderer Form gab. Wir fanden es beide schade, dass so viele Geschichten einfach verschwinden und hatten dann die Idee für diese Sammlung. Zum Glück fand der Oetinger-Verlag diese Idee auch gut! Es war dann schwierig, die sehr verschiedenen Geschichten zu ordnen und zusammenzustellen, doch mit den neu erfundenen Rätseln und Bilderspielen ist daraus ein richtig schönes Schmöker-Stöber-Buch geworden. Dass Verena die Bilder machen soll, war uns gleich klar. Wir schätzen Verena sehr als Illustratorin, und wenn es schon ein Familienbuch werden sollte, dann auch mit ihr.</p>
<p class="bodytext"><b>Ihre Werke wurden mehrfach, unter anderem mit dem Luchs der ZEIT, ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Außerdem sind Sie 2007 vom Bundespräsident Horst Köhler für ihr kulturelles Engagement mit dem <i>Bundesverdienstkreuz</i> ausgezeichnet worden. Was bedeuten Ihnen diese Auszeichnungen? Und welche ist Ihnen ganz besonders wichtig?</b></p>
<p class="bodytext">Das Fränkische Theater Schloss Maßbach hat als &#8222;Gesamtkunstwerk&#8220; im letzten Herbst den Bayerischen Kulturpreis erhalten. Das hat mich und alle Mitarbeiter sehr gefreut, weil wir ein Theater in der Provinz sind und unsere Tätigkeit damit öffentlich anerkannt (und honoriert) wurde.</p>
<p class="bodytext">Beim Bundesverdienst<b>orden</b> war ich sehr überrascht. Als ich den Brief bekam, dachte ich erst, man hätte mich vielleicht verwechselt? Eigentlich bin ich immer noch überrascht. Beim Luchs und der Nominierung habe ich mich sehr gefreut. Dass etwas, was ich sehr gerne mache und was mir sehr am Herzen liegt so gewürdigt wird war sehr schön.</p>
<p class="bodytext"><b>Zum Schluss natürlich die Frage, die bei keinem Interview mit einer Autorin fehlen darf: Woran arbeiten Sie gerade und auf welche Neuerscheinungen dürfen sich Anne Maar Fans demnächst freuen?</b></p>
<p class="bodytext">Ich habe eine Bilderbuchgeschichte beendet, aber noch keinen Verlag dafür gefunden. Es gibt zwei Geschichten – lange – an denen ich auch schon länger arbeite. Ich hoffe, dass es mir trotz Theater gelingt, daran weiter zu arbeiten.</p>
<p class="bodytext">Im Moment schreibe ich gerade ein Theaterstück für Kinder zusammen mit dem Autor und Regisseur Christian Schidlowsky, das im Winter im Fränkischen Theater Schloss Maßbach in Koproduktion mit dem Stadttheater Fürth uraufgeführt werden wird.</p>
<p class="bodytext">Als nächstes erscheint bei Tulipan im Frühjahr 2011 ein Erstlesebuch mit dem (Arbeits)titel: &#8222;Was machen wir jetzt?&#8220;</p>
<p class="bodytext"><b>Vielen Dank für das Interview und alles Gute.</b></p>
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		<title>Interview mit Thomas Brezina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2016 21:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Brezina]]></category>
		<category><![CDATA[INterview]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Brezina]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Interview AS: Hallo Thomas Brezina, Von welchem Beruf hat eigentlich der achtjährige Thomas Brezina geträumt? TB: Ich wollte Tierarzt werden. AS: Wann haben Sie den Spaß und die Lust am Schreiben entdeckt? Gab es eine Lehrerin die Sie besonders gefördert hat oder kam die Unterstützung eher aus Ihrer Familie? TB: Mit acht Jahren wollte&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/interview-brezina/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Thomas Brezina</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="contentbereich">
<div id="inhalt">
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<h1 class="csc-firstHeader">Das Interview</h1>
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<div class="csc-textpic csc-textpic-intext-right csc-textpic-border">
<div class="csc-textpic-imagewrap">
<div class="csc-textpic-image csc-textpic-last"><a title="Die Nachwuchs-Rezensenten und Rezensentinnen" href="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=24&amp;md5=ce7e1a894907dc675e3bade042d0e5fc8adcaaa8&amp;parameters%5B0%5D=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjQ6IjgwMG0iO3M6NjoiaGVpZ2h0IjtzOjQ6IjYw&amp;parameters%5B1%5D=MG0iO3M6NzoiYm9keVRhZyI7czo0MToiPGJvZHkgc3R5bGU9Im1hcmdpbjowOyBi&amp;parameters%5B2%5D=YWNrZ3JvdW5kOiNmZmY7Ij4iO3M6NDoid3JhcCI7czozNzoiPGEgaHJlZj0iamF2&amp;parameters%5B3%5D=YXNjcmlwdDpjbG9zZSgpOyI%2BIHwgPC9hPiI7fQ%3D%3D"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://wp11080335.server-he.de/Typo3old/new//fileadmin/_processed_/csm_kinder_brezina_9f08803cf8.jpg" alt="Die Nachwuchs-Rezensenten und Rezensentinnen von Thomas Brzezina" width="160" height="120" border="0" /></a></div>
</div>
<div class="csc-textpic-text">
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Hallo Thomas Brezina, Von welchem Beruf hat eigentlich der achtjährige Thomas Brezina geträumt?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB: </strong>Ich wollte Tierarzt werden.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wann haben Sie den Spaß und die Lust am Schreiben entdeckt? Gab es eine Lehrerin die Sie besonders gefördert hat oder kam die Unterstützung eher aus Ihrer Familie?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Mit acht Jahren wollte ich mein erstes Buch schreiben. Ich habe mit Bleistift und Block dreißig Seiten voll geschrieben. – Meine Eltern haben mich immer gefördert, wenn ich an etwas Spaß hatte. In der Schule war das weniger der Fall. Die ewige Jagd nach Rechtschreibfehlern oder falsch platzierten Beistrichen hat mir die Freude am Schreiben eine Weile verleidet.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Spielten in Ihrer Jugend Bücher eine große Rolle? Wer war (und ist es vielleicht noch heute ) Ihr LieblingsautorIn?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> &#8211; Ja, ich saß in meinem Baumhaus und habe unendlich viel gelesen. Ich las alle Bücher gern, in denen ich mich verstanden und nicht belehrt fühlte. Viel Astrid Lindgren, viele Krimis, viele Abenteuer. Astrid Lindgren bewundere ich noch heute sehr.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Haben Sie ein Vorbild in der Literatur?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Immer schon haben mich Autoren aus England und Amerika am meisten beeindruckt. Besonders mag ich Charles Dickens, der seine großen Romane als Fortsetzungsgeschichten veröffentlicht hat. Und Wilkie Collins, der den ersten Krimi der Welt geschrieben hat. Wilkie Collins hat sich beim Schreiben so aufgeregt, dass er krank wurde. Mir passiert das auch manchmal: Ich beginne beim Schreiben zu schwitzen, zu keuchen, zu lachen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Sie schreiben Bücher, Hörbücher und Drehbücher zu ganz unterschiedlichen Themen. Welches Genre liegt Ihnen am meisten oder fühlen Sie sich in jedem Genre wohl?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Ich fühle mich in allen Geschichten wohl. Ich kann nur schreiben, was mir Freude macht. Alles andere würden meine Leser spüren und bestimmt ablehnen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Was ist für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Entstehung eines neuen Buches?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Wenn ich ein neues Buch schreibe, stelle ich mir vor, ich sitze vor Kindern und erzähle ihnen meine Geschichte. Erst wenn ich das Gefühl habe, ihre Augen fangen an zu glänzen und sie wollen mehr hören, schreibe ich meine Sätze nieder&#8230;</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wenn Sie sich entscheiden müssten, wären Sie lieber Autor oder Moderator? Oder ist es vielleicht gerade diese Kombi, die aus Ihnen einen so guten und beliebten Autor und Moderator machen?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Ja, ich glaube, es ist die Kombination. Immer nur sitzen und schreiben wäre mir auf Dauer langweilig. Die Fernseharbeit mit vielen lieben Kollegen ist eine willkommene und schöne Abwechslung. Sie lockert mich und mein Gehirn und ist gleichzeitig eine große Herausforderung. Danach aber freue ich mich wieder auf das Schreiben.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Woher nehmen Sie die Ideen zu Ihren Büchern und den vielen unterschiedlichen Serien?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Man muss nur mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, zuhören, beobachten. Was ich erlebe und entdecke, ist wie Pflanzensamen, aus dem dann die Geschichten wachsen. Ich bekomme viele Ideen durch das, was ich von Kindern höre und erfahre. Mein Kopf ist wie ein Glashaus für Geschichten. Das war immer so und selbst sehe ich gar nichts Besonderes darin.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wie gelingt es Ihnen, die unterschiedlichen Hauptfiguren nicht zu verwechseln oder beim Schreiben plötzlich in eine andere Serie „zu springen“?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Diese Gefahr besteht überhaupt nicht. Wenn ich ein neues Buch schreibe, tauche ich in die Serie und in ihre Figuren ein und lebe mit ihnen. Es ist, als würde ich von Haus zu Haus gehen und verschiedene Familien besuchen.<br />
AS: Gibt es einen ganz besonderen Ort, an dem Sie sich am liebsten aufhalten, Ihnen die besten Ideen kommen und vielleicht sogar am besten schreiben können?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Ich lebe an drei Orten: in Wien, im Sommer am Neusiedler See und in den Wintermonaten in London. London mit seinem Kulturen-Mix ist für mich eine unglaublich inspirierende Stadt. Es tun sich ständig viele Dinge auf kulturellem Gebiet. Den Wechsel zwischen Wien und London, der brodelnden Großstadt London und dem gemütlichen Wien, schätze ich sehr.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag bei dem Autoren, Moderatoren, Unicef Botschafter Thomas Brezina aus?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> &#8211; Aufstehen, Hund füttern, Yoga oder andere Übungen, Frühstück, E-Mails beantworten oder telefonieren. Ab ca. 9.30 Uhr lesen, was ich am Vortag geschrieben habe, und weiterschreiben. Dazwischen auf- und abgehen, strecken, lachen, im Sommer schwimmen, zu Mittag essen, wieder hinsetzen, tippen, strecken, nachdenken, eine große Idee haben, noch wilder tippen, herumlaufen, schreiben, schreiben, schreiben bis etwa 18 oder 19 Uhr. Dann sind an die 20 Seiten fertig. An manchen Tagen auch Dreharbeiten. Am Abend genießen, relaxen, ein wenig essen, spazieren gehen, manchmal ins Theater (vor allem in London.)</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Viele Autoren arbeiten ja nach einer bestimmten Methode, z.B. der Storyline. Befassen Sie sich auch methodisch mit einem neuen Buchprojekt?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Ja, ich weiß immer, wie mein Buch ausgeht. Wenn ich zu schreiben beginne, habe ich mindestens zwei Drittel davon schon fertig im Kopf. Manchmal aber verlaufen die Wege dann anders, als ich es zu Beginn gedacht hätte.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wie lange brauchen Sie für die Entstehung eines neuen Buch-Projektes – von der Idee bis zum fertigen Buch?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Das hängt von vielen verschiedenen Dingen ab. Manche Bücher sind bereits jahrelang in meinem Kopf, bevor ich sie aufschreibe. Am Tag schreibe ich im Schnitt 20 Buchseiten, egal, wie viel Text diese Seiten enthalten. Bücher mit knapperen Texten zu schreiben ist nicht einfacher als Bücher mit umfangreicheren, ausführlicheren Texten.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Gibt es etwas, was Sie durch Ihre Bücher vermitteln möchten oder wollen Sie einfach „nur“ unterhalten?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Wie schon gesagt: Ich möchte Kinder begeistern, für all das Schöne und Aufregende, das die Welt zu bieten hat. Für ihr Leben, in dem sie viel erreichen können, und für die Möglichkeiten, die in ihnen stecken. Kinder treten voller Neugier und Freude in die Welt. Leider wird ihnen oft beides im Laufe der Jahre gründlich ausgetrieben. Mit meinen Geschichten möchte ich sie ermutigen, sich Lebensfreude und Neugier auf alles, was da so wartet, zu erhalten.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> An welchen Projekten arbeiten Sie gerade? Und über welche Neuerscheinungen können sich Ihre Fans demnächst freuen?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Ich schreibe zurzeit an &#8222;Die Ratten von London&#8220; – ein großes dreiteiliges Abenteuer über ein uraltes Geheimnis tief unter London, auf das vier sehr ungewöhnliche Teens einen Hinweis erhalten. Eine große Bewährungsprobe für die vier, die zu Beginn keine Freunde sind. Sehr außergewöhnliche Entdeckungen, von denen die Leser selbst einige machen können, wenn sie nach London kommen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Die Kids würden sich sicher sehr über einen Schreibtipp von Thomas Brezina freuen. Welchen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die gerne schreiben oder sogar davon träumen, Autor zu werden?</p>
<p class="bodytext"><strong>TB:</strong> Hinsetzen und schreiben. Nur an die Geschichte denken und an nichts anderes. Schreiben, schreiben, schreiben. Ich habe dazu viele Tipps auf meiner Homepage www.thomasbrezina.com &#8211; Diese Frage wird mir nämlich oft gestellt.</p>
<p class="bodytext">AS: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Schreiben und Moderieren.</p>
<p class="bodytext">Das Interview führte Antje Szillat im Mai 2007</p>
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		<title>Thomas Brezina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2016 21:38:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenspecial]]></category>
		<category><![CDATA[Brezina]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Brezina]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Kinder- und Jugendbuchautor Thomas Brezina gilt als einer der weltweit erfolgreichsten Schriftsteller unserer Zeit. Bereits im Alter von acht Jahren schrieb er seine erste Geschichte und seitdem sind noch viele dazu gekommen. Seine erfolgreichen Buchserien, wie z.B. Die Knickerbocker-Bande, Ein Fall für dich und das Tiger-Team, No Jungs, Unser Geheimnis, Hot Dogs und Penny,&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/thomas-brzezina/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Thomas Brezina</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="csc-textpic-text">
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://kidslife-magazin.de/fileadmin/_processed_/csm_thomasbrezina_0ac5a0ee2a.jpg" alt="Brezina" width="120" height="148" />Der Kinder- und Jugendbuchautor Thomas Brezina gilt als einer der weltweit erfolgreichsten Schriftsteller unserer Zeit. Bereits im Alter von acht Jahren schrieb er seine erste Geschichte und seitdem sind noch viele dazu gekommen.</h2>
<p class="bodytext">Seine erfolgreichen Buchserien, wie z.B. <em><strong>Die Knickerbocker-Bande</strong></em>, <strong><em>Ein Fall für dich und das Tiger-Team</em></strong>, <strong><em>No Jungs</em></strong>, <em><strong>Unser Geheimnis</strong></em>, <strong><em>Hot Dogs</em></strong> und <em><strong>Penny</strong></em>, sind bereits in 35 Sprachen übersetzt. In China, wo die Abenteuer des Tiger Teams die Bestsellerlisten stürmten und seine Geschichten ganz besonders beliebt sind, wird er <em><strong>Meister der Abenteuer</strong></em> genannt.</p>
<p>Thomas Brezina möchte mit seinen Geschichten Kinder faszinieren und begeistern und Lesen zum Erlebnis machen.</p>
<p>„Für mich ist jedes Kind eine Persönlichkeit. Ich will seine Seele berühren und ich möchte, dass ein Kind, das ein Buch von mir gelesen hat, sich danach ein bisschen besser und stärker fühlt, dass es sagt: &#8218;Ich kann etwas und die Welt steckt voller Überraschungen. Mein Ziel ist es, Kindern Freude zu bereiten und sie aufzubauen. Man sollte einem Kind genauso zuhören wie einem Erwachsenen, mit ihm direkt sprechen und ihm in die Augen schauen. Und es vor allem als adäquaten Partner behandeln“</p>
<p>Und deswegen hat er sich auch in den vergangenen Jahren damit beschäftigt, so genannte „langweilige“ Themen spannend aufzubereiten.</p>
<p>So hat er das Leben berühmter Komponisten für das Theater und die Schule bearbeitet, eine Reihe von Sachbüchern für Kinder geschrieben, bei der Gestaltung von Chemie- und Physikbüchern mitgewirkt, in „Commander Europa“ die Ziele der Europäischen Union greifbar gemacht, eine CD-ROM gestaltet, mit der Kinder das Wunder Wald erleben können, und mit einem Video Kindern Wissenswertes über gesunde Ernährung vermittelt.</p>
<p>2004 erschien der erste Band seiner neuen Serie <strong>Museum der Abenteuer</strong> mit dem Titel <em><strong>Wer knackt den Leonardo-Code?</strong></em>, dem inzwischen vier weitere Bände gefolgt sind (<strong><em>Wer findet Vincents Farbenschatz?</em></strong>, <strong><em>Wer öffnet die 7 Siegel des Michelangelo?</em></strong>, <em><strong>Wer löst das große Rembrandt-Rätsel</strong></em> und <strong><em>Wer entdeckt das Geheimnis im Garten des Monsieur Monet?</em></strong>) Derzeit schreibt und moderiert er die erfolgreiche wöchentliche TV-Wissenssendung <em>Forscherexpress </em>und die <em>Spielegalaxie</em>.</p>
<p>In seiner erzählenden Sachbuch-Reihe <strong>Kolumbus und du</strong>, entführt er Kinder in entfernte Welten, wo sie Abenteuer erleben und gleichzeitig viele faszinierende Dinge erfahren, wie z.B. in <em><strong>Das Amulett des Pharao</strong></em>, ob Kinder im Alten Ägypten, vor 4000 Jahren, in die Schule gehen mussten und ob es damals schon Toiletten gab, oder in <strong><em>Der Schatz des Schwarzen Hais</em></strong> ob Fische trinken und warum Haie keinen Zahnarzt brauchen. Demnächst erscheint in dieser Reihe Der<em><strong> Geisterritter von Burg Bärenfels</strong></em> über das Leben im Mittelalter.</p>
<p>In jüngerer Zeit widmet er sich ebenfalls sehr erfolgreich der Literatur für Jugendliche und junge Erwachsene und veröffentlichte die beiden großen Romane für Teens und Twens <em><strong>Katie Cat</strong></em> und <strong><em>Amy Angel</em></strong>.<br />
In Vorbereitung: <em><strong>Die Ratten von London</strong></em>, eine große Abenteuer-Trilogie über geheimnisvolle Welten im heutigen und historischen London.</p>
<p>Natürlich hat Thomas Brezina für seine Werke schon viele Preise und Auszeichnungen erhalten. Unter anderem wurde er sowohl 2006 als auch 2007 in einer via Internet und über Buchhändler durchgeführten Publikumsbefragung zum <strong>Autor des Jahres</strong> gekürt, erhielt den <strong>Kinderfreude Ehrenpreis 2006</strong>, wurde zum „Hans Christian Andersen Botschafter 2005“ ernannt, mit dem <strong>Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich</strong>, dem renommierten TV- Preis <strong>Romy</strong>, dem <strong>National Book Award China 2003</strong> und zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet.</p>
<p>Für sein Engagement im Rahmen der Kinderuniversität Graz (Österreich) wurde er zum Kinderprofessor h.c. der Kinderuni Graz ernannt.</p>
<p class="bodytext">Außerdem setzt er sich seit 1996 als Botschafter von UNICEF Österreich besonders für Schulprojekte und die Rechte der Kinder ein.</p>
<p class="bodytext">Antje Szillat</p>
</div>
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		<title>Interview mit Vanessa Walder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2016 21:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[C. B. Lessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Vanessa Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Walder]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Interview mit Vanessa Walder AS: Hallo Vanessa Walder, was bedeutet eigentlich C.B. Lessmann und wie ist es zu der Gründung dieses  Autorenteams gekommen? VW: Hallo, Antje. Vielen Dank für Ihr Interesse. C.B. Lessmann ist ein Pseudonym, das sich der Loewe-Verlag 1999 ausgedacht hat. Damals war es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, dass die Serie&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/interview-walder/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Vanessa Walder</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="contentbereich">
<div id="inhalt">
<div id="text">
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<div class="csc-header csc-header-n1">
<h1 class="csc-firstHeader">Das Interview mit Vanessa Walder</h1>
</div>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Hallo Vanessa Walder, was bedeutet eigentlich C.B. Lessmann und wie ist es zu der Gründung dieses  Autorenteams gekommen?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Hallo, Antje. Vielen Dank für Ihr Interesse.</p>
<p class="bodytext">C.B. Lessmann ist ein Pseudonym, das sich der Loewe-Verlag 1999 ausgedacht hat. Damals war es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, dass die Serie sisters unter meinem richtigen Namen erscheint. „C.B.“ steht hierbei für Christian Bieniek, und „Lessmann“ ist eine Mischung aus den Vornamen „Vanessa“ und „Marlene“.</p>
<p class="bodytext">Ich lernte Christian Bieniek genauso kennen, wie Sie mich gerade: Ich arbeitete als Journalistin und interviewte ihn für einen Artikel. Danach blieben wir per E-Mail in Kontakt, bis er mich eines Tages fragt, ob ich nicht eine Jugendserie schreiben wolle, weil er selbst keine Zeit dazu habe, aber eine Idee.  Ich sagte zu, und bekam ein paar Tage darauf ein Kuvert von Christian und seiner Kollegin Marlene Jablonski (Die beiden arbeiteten damals schon zusammen an verschiedenen Serien wie „Hamster Hektor“). In dem Kuvert: eine silberne Geldscheinklammer und ein Zettel, auf dem stand: „Willkommen im Team“.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Wie muss man sich eigentlich das Schreiben in einem Team vorstellen?<br />
Gibt es dafür einen bestimmten Ablauf?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Das hängt immer ganz von dem jeweiligen Projekt ab. Ich kann mir nicht vorstellen, mit jemandem an einem Buch zu schreiben. Im Team an einer Serie zu arbeiten kann hingegen eine schöne Erfahrung sein. Als Schriftsteller arbeitet man in der Regel allein, man hat keine Kollegen, keinen Chef, niemanden, der einem mal auf die Schulter klopft. Mit Christian Bieniek habe ich an vielen Serien gearbeitet. Bei „Leas LiebesGmbH“ haben wir uns gemeinsam eine Hauptfigur ausgedacht und den Inhalt für jeden Band festgelegt. Danach haben wir immer abwechselnd einen Band geschrieben. Mit Marlene gemeinsam haben wir drei andere Serien geschrieben, in denen es manchmal mehrere Hauptfiguren gab. Da hat dann jeder von uns aus der Sicht einer dieser Figuren geschrieben. Bei den sisters haben sich Christian und Marlene die drei Mädchen Jasmin, Laura und Magdalene ausgedacht. Für die ersten fünf Bände haben sich die beiden immer wieder getroffen und mir Ideen geliefert. Danach lief die Serie eigentlich von selbst. Die Mädchen entwickelten ein Eigenleben, und ließen sich von außen nicht mehr sagen, was sie tun sollten. Es passierte einfach. In nächster Zeit werden sie sich aber doch noch einmal etwas sagen lassen müssen, und dabei werde ich mit Marlene beraten, worauf ich mich besonders freue.</p>
<p class="bodytext">Am Lustigsten war es nämlich immer, mit meinen beiden besten Freunden zusammen zu sitzen und Ideen zu spinnen. Wir haben gefuttert, geblödelt, Quatsch gemacht, die verrücktesten Ideen entwickelt und ununterbrochen gelacht. Ein Wunder, dass wir auch nur eine Zeile zustande gebracht haben.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Haben Sie selbst schon mal in einer WG gelebt? Oder woher nehmen Sie die ganzen Ideen für die sisters Buchreihe?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Ich habe einmal mit meiner älteren Cousine zusammengelebt, kurzfristig auch mit ihrem und meinem Freund und einmal mit meinem Bruder. Eine richtige WG war das wohl nicht. Generell ist es für mich ein Alptraum, meine Wohnung mit jemandem teilen zu müssen. Meine Wohnung ist meine Höhle, mein Rückzugsort. Ich bin gern alleine und fühle mich schnell eingeengt, wenn länger jemand mit mir zusammenwohnt. Ich bin also in Bezug auf die sisters – wie eigentlich immer beim Schreiben – auf meine Vorstellungskraft angewiesen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Sie leben in Wien, das für seine zahlreichen Kaffeehäuser bekannt und berühmt ist. Kann man die Autorin Vanessa Walder gelegentlich beim Schreiben in einem dieser Kaffeehäuser antreffen oder an welchem Ort schreiben Sie am liebsten?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Absolut. Ich bin – vor allem im Sommer – immer wieder in Kaffeehäusern. Inzwischen schreibe ich dort allerdings nicht mehr oft, sondern bastle mit Block und Bleistift an Ideen, überarbeite Manuskripte oder lese Fahnen. Früher hatte ich einen kleinen Computer, einen Psion 5mx (den hatten auch Christian  Bieniek und Marlene Jablonski. Wir nannten sie liebevoll unsere „Hirne“.), den ich in die Hosentasche stecken konnte. Der Laptop wiegt drei Kilo und hat nur für zweieinhalb Stunden Akku, darum eignet er sich nicht so gut für Kaffeehäuser. Auch wenn die Atmosphäre der Wiener Kaffeehäuser inspirierend ist: An den Nebentischen sitzen schon um elf alte Damen bei einem Glas Wein, ein Musiker komponiert und summt vor sich hin, die Herren spielen Schach oder Tarock, Touristen schauen sich staunend um, die Kellner legen zwischen den Bestellungen eine Stunde Pause ein, die Zeitungen rascheln, Rauch steigt auf, Jugendliche diskutieren über Politik, der Hund einer Stammkundin kriegt seinen üblichen Napf vorgesetzt … die Ideen schwirren nur so herum.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Gibt es schon Ideen oder Pläne für Band 13 der sisters?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Band 13 ist seit Anfang Dezember vergangenen Jahres fertig. Ich arbeite gerade an Band 14, in dem Jasmin, Laura und Magdalene das Abitur hinter sich bringen und über die Zukunft nachdenken. Dabei stößt vor allem Jasmin auf eine Berufung, mit der sie nicht gerechnet hat, während Laura von der Vergangenheit eingeholt wird, und Magdalene versucht ihr Herz zu bändigen. Für die nächsten Bände kann ich so viel verraten: Es gibt viele Überraschungen, viele Veränderungen und – viel Witz, Pannen und Absurdes.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Die Leseclubkids haben auch einige Fragen an Sie. Wobei das Wort „einige“ nicht ganz zutrifft – es sind über 60 Fragen. Sie sind wirklich sehr beliebt bei den Kids!</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Das freut mich sehr! Vielen Dank und herzliche Grüße an alle LeserInnen!</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Hier kommen die Top 5 Fragen:</p>
<p class="bodytext"><strong><em>Leonie</em></strong> möchte erfahren, ob Sie eine Lieblingsfigur in der sisters WG haben oder ob eine der Figuren Ähnlichkeiten mit Ihnen hat?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Jedes der Mädchen ist ein Teil von mir und umgekehrt. Ich bin überlegt und fürsorglich wie Jasmin, charmant und eitel wie Magdalene, aufbrausend und frech wie Laura. Meine Lieblingsfigur war in den ersten Bänden Jasmin, weil sie sich um alle kümmern wollte und der Ruhepol der WG war. Dann hat mich Magdalene für sich gewonnen, als sie sich allmählich von dem oberflächlichen, unsicheren Mädchen zu einer verantwortungsbewussten, talentierten Frau entwickelt hat. In welche Richtung Kordelia geht, weiß ich noch nicht genau, aber mir gefällt ihre Geradlinigkeit und ihr Mitgefühl für jedes Lebenswesen, ihre Achtung für das Leben, ihre Zurückhaltung und ihre Beobachtungsgabe. Ich erwarte Großes von ihr.</p>
<p class="bodytext">Aber um ehrlich zu sein: Mein Liebling ist Laura. Ich mag ihre ruppige Art, ihre Riesenklappe, ihr großes Herz. Ich mag, dass sie sich nicht verbiegen lässt und in jeder Situation immer sagt, was sie denkt – was sie das auch kosten mag. Ich bewundere, dass sie zu sich steht und ihren Mitmenschen mit einer Aufrichtigkeit begegnet, die einem manchmal die Sprache verschlägt.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> <strong><em>Melanie</em></strong> wüsste gerne, ob Sie auch schon als Kind geschrieben haben und wie es Ihnen gelungen ist, eine „echte“ Schriftstellerin zu werden?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Ich habe immer Geschichten erfunden. Mit zwei hatte ich unsichtbare Haustiere. Mit drei habe ich den Freuden meiner Eltern gedroht, dass der „Zwiebelbeobachter“ sie beißen würde. Mit vier hatte ich eine Freundin namens Micki, die außer mir niemand sehen konnte. Ich war sechs, als ich anfing Tagebuch zu führen. Darin beschreibe ich unter anderem, wie ich auf das Dach unseres Hauses geflogen bin. Mit sieben schrieb ich mein erstes „Buch“ als Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder. In der Geschichte suchte der König der Tiere, der Löwe, nach einer Braut. Er versuchte es mit Nilpferdamen und Giraffinnen, bis er letztlich bei einer Löwin landete. Dieses kostbare Werk ist leider verloren gegangen …</p>
<p class="bodytext">Mit acht musste ich als Hausaufgabe für die Schule eine Weihnachtsgeschichte schreiben. Ich erfand einen spanischen Weihnachtsmann, der den Rest des Jahres keine Arbeit hatte und seine Familie kaum ernähren konnte. Meine Lehrerin fand das „bedenklich“.</p>
<p class="bodytext">Mit vierzehn, fünfzehn fing ich an Kurzgeschichten zu schreiben und startete ein paar Romanversuche, aus denen nichts geworden ist. Ich war neunzehn und studierte seit anderthalb Jahren Rechtswissenschaften, träumte aber immer noch davon Schriftstellerin zu werden, als ich eine Entscheidung herbeizwingen wollte. Ich nahm an einem Preisausschreiben für eine Kanadareise teil und schickte gleichzeitig mit einem anderen Kuvert eine meiner Kurzgeschichten an ein Magazin. Der Plan war, dass ich entweder alle Kraft in mein Studium stecken und die Schreiberei aufgeben oder weiterhin schreiben oder nach Kanada fliegen würde. Das Magazin veröffentlichte meine Geschichte und bezahlte mir ein Honorar von fast 150 Euro dafür. Ich schickte noch eine Geschichte, sie wurde wieder veröffentlicht. Ich schickte noch eine, sie wurde wieder veröffentlicht. Danach rief mich der Chefredakteur des Magazins an und fragte, ob ich nicht für ein anderes seiner Magazine arbeiten wollte. Ich nahm an. Ein Jahr später konnte ich vom Schreiben leben, brach mein Studium ab (konnte die Universität aber vom Fenster meines Büros aus noch sehen) und zog in eine Wohnung in Wien.</p>
<p class="bodytext">Zwei Jahre später schneite Christian Bieniek in dieses Büro und erklärte meinem Chef, dass ich ihn bald sitzen lassen und Bücher schreiben würde. Er öffnete mir die Türen zu den großen deutschen Verlagen und redete mir zu meinen Beruf als Chef vom Dienst bei dem Magazin aufzugeben, um Schriftstellerin zu werden. Und so passierte es dann auch.<br />
In Kanada war ich noch immer nicht.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> <strong><em>Carolin</em></strong> möchte unbedingt wissen, ob Sie von der „Schreiberei“ leben können oder ob Sie noch einen anderen Beruf ausüben?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Ich gehöre zu den wenigen, die das Glück haben vom Schreiben leben zu können. Hin und wieder übersetze ich Bücher aus dem Englischen oder halte Lesungen aus meinen Büchern in Schulen, Büchereien oder Buchhandlungen, aber das gehört auch zum Beruf „Schriftstellerin“. Seit 2001 bin ich nichts anderes als das.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> <strong><em>Nicola</em></strong> möchte später auch Autorin werden und ist sehr an einem Schreibtipp von Ihnen interessiert!</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Herzliche Grüße an meine zukünftige Kollegin! Mein Rat an dich, Nicola: Lies. Lies jedes Buch, das dir in die Finger kommt, und zwar nicht nur aktuelle Bestseller. Lies die Bücher der alten Meister, lies die alten Griechen und Römer, die Russen, Franzosen, Deutschen, Österreicher, Engländer, Amerikaner, die die Literatur geprägt haben. Du wirst aus jedem Buch lernen und Techniken mitnehmen, manches für dich entdecken, vieles verwerfen, einiges bewundern und ab und an auf Lächerliches oder Langweiliges stoßen. Manche Autoren werden dich inspirieren, manche dich einschüchtern, einige wirst du lieben, andere meiden, aber sie alle werden dich in die Lehre nehmen und dich zu einer besseren Autorin, mit Sicherheit zu einem interessanteren Menschen machen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Und <strong><em>Kat</em></strong>i möchte zu gerne wissen, was Ihnen am Schreiben am besten gefällt und wie viele Bücher Sie schon veröffentlicht haben?</p>
<p class="bodytext"><strong>VS:</strong> Kati, ich habe nachgesehen – ich glaube, bisher habe ich um die fünfzig Bücher veröffentlicht. Was mir am Schreiben am besten gefällt? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich, dass ich alles sein kann, alles denken darf, alles fühlen muss. Auf die Art erfahre ich, was ich schreibe und darf in vielen Welten leben. Christian Bieniek hat einmal auf die Frage, was von seinem Leben er in seine Bücher einbringt, geantwortet: „Viel interessanter ist, was die Bücher in mein Leben einbringen.“ Besser kann man es nicht formulieren.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Eine letzte Frage von mir: Was würden Sie den Menschen sagen, die der Meinung sind, Kinder- und Jugendbücher könne jeder schreiben?</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Dem stimme ich voll zu. Genauso kann jeder Bilder malen, Lieder singen oder Rollen spielen. Jeder, der schreiben kann, kann auch Bücher schreiben, natürlich auch Bücher für Kinder und Jugendliche. Das Schwierige ist, jemanden zu finden, der sie veröffentlicht. Und die Kunst liegt darin, jemanden zu finden, der sie lesen möchte.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS:</strong> Liebe Frau Walder, vielen Dank für das Interview.</p>
<p class="bodytext"><strong>VW:</strong> Liebe Antje, ich danke Ihnen für die interessanten Fragen. Herzliche Grüße, Vanessa Walder</p>
<p class="bodytext"><em>Das Interview führte Antje Szillat, im Juni 2007</em></p>
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		<title>Interview mit Rotraut Susanne Berner</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2016 21:34:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wo, um Himmels Willen liegt denn Wimmlingen, Frau Berner? AS: Hallo Frau Berner, gibt es den Ort Wimmlingen eigentlich wirklich und verraten Sie mir wo er sich befindet? RSB: Natürlich gibt es den &#8211; aber verraten werde ich nicht, wo er ist&#8230;. das muß jeder selber herausfinden. AS: Mein Lieblings-Wimmlingen-Bewohner ist eindeutig Oskar, obwohl er&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/lesenundmedien/autorenspecial/interview/interview-berner/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Interview mit Rotraut Susanne Berner</span></a>]]></description>
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<h1 class="csc-firstHeader">Wo, um Himmels Willen liegt denn Wimmlingen, Frau Berner?</h1>
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<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Hallo Frau Berner,<br />
gibt es den Ort Wimmlingen eigentlich wirklich und verraten Sie mir wo er sich befindet?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Natürlich gibt es den &#8211; aber verraten werde ich nicht, wo er ist&#8230;. das muß jeder selber herausfinden.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Mein Lieblings-Wimmlingen-Bewohner ist eindeutig Oskar, obwohl er ja etwas sonderbar ist. Haben Sie selbst auch einen Favoriten oder jemanden, der Ihnen besonders ans Herz gewachsen ist?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Nun ja, es gibt da einen Buchhändler in Wimmlingen, der meine Bücher immer ins Fenster legt, schon deshalb gehört er &#8212; wie auch im wirklichen Leben &#8212; zu meinen Lieblingen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Auf den ersten Blick ist Wimmlingen Idylle pur, doch wenn man genau hinschaut, dann entdeckt man auch miteinander streitende Menschen oder arme Bettler und sogar ständig telefonierende und von ihrem Laptop nicht zu trennende Männer, denen gelangweilte Frauen gegenüber sitzen.<br />
Woher nehmen Sie die Ideen zu den einzelnen Motiven? Inspiriert Sie der ganz normale Alltag?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Ja, sicher. Ich habe ja das Glück, daß ich in der Innenstadt von München lebe und in Schwabing arbeite. Also radle ich jeden Tag mitten durch die Stadt, durch das ganze Stadt-Gewimmel. Das ist schon sehr inspirierend. Und was die Idylle betrifft: als Passant sieht man ja nur einen kleinen Ausschnitt &#8212; man geht vorüber und vorbei und weiß ja gar nicht genau, was hinter allem steckt. Oder warum hat Oskar eine solche Vorliebe für Gänse? Möglicherweise erfahren wir das nie &#8212; vielleicht aber doch. Mal sehen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Sie sind international eine der bekanntesten und meistgeehrten Illustratorinnen. Haben Sie schon als Kind gerne gezeichnet oder wann haben Sie Ihre Leidenschaft und Ihr Talent dafür entdeckt?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Ich habe, wie alle Kinder, die Stifte und Papier haben, gezeichnet. Auch schon deshalb, weil ich ein Kind der 50er Jahre bin und es gar nichts<br />
anderes gab, wenn das Wetter schlecht war und man nicht rausgehen konnte. Ich habe gelesen, gebastelt und gezeichnet. Die richtige Leidenschaft fürs Zeichnen habe ich eher spät entdeckt: das kam dann erst mit einem gewissen Selbstvertrauen und den ersten Erfolgen.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Wie viel Zeit benötigen Sie für &#8211; zum Beispiel &#8211; ein komplettes Wimmel-Buch?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Das ist schwer zu beantworten, weil es sich um Prozesse handelt, die ineinandergreifen und zwischendurch habe ich auch mal etwas anderes gemacht. Das erste Buch, das Winter-Wimmelbuch, hat natürlich die meiste Zeit beansprucht, weil ich da als Landschafts- und Städteplanerin tätig war und die gesamte Konzeption der vier Bücher planen mußte.<br />
So mußte der z.B. der Kindergarten als fertiges Gebäude schon in diesem 1. Band entworfen werden, damit es dann am Ende einigermaßen<br />
stimmig ist. Aber ganz grob kann man sagen, daß ich 3-4 Monate für so ein Buch brauche.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Haben Sie einen Ort / Platz an dem Sie am liebsten und kreativsten arbeiten können?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Eigentlich kann ich nur hier in meinem schönen Atelier arbeiten. Ich muß die Türe hinter mir zumachen können und brauche eine gewisse Abgeschiedenheit und meine Rituale.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Gibt es ein bestimmtes Buch oder eine Geschichte, dessen Illustration sie besonders reizen und interessieren würde?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Nein, eigentlich nicht. Die Klassiker, die ich liebe, brauchen entweder keine Bilder, oder haben schon ganz wunderbare, die man gar nicht ändern darf, wie z.B. Alice in wonderland oder Pinocchio oder die Kästner-Bücher mit den Zeichnungen des von mir sehr verehrten Walter Trier. Allerdings habe ich mir immer gewünscht, daß Ernst Jandl einen Text speziell für mich schreibt, aber leider hat er das nicht getan, und nun ist es zu spät.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>An welchen Projekt arbeiten Sie gerade? Und auf welche Neuerscheinung von Ihnen dürfen wir uns demnächst freuen?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Darüber möchte ich lieber noch nicht sprechen. Aber ich kann verraten, daß es unter anderem auch Neuigkeiten aus Wimmlingen geben wird.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Heutzutage stellt sich immer mehr die Frage, ob man seinem künstlerischen Talent frönen oder angesichts der starken Konkurrenz das Illustrieren aufgeben soll. Können Sie jungen Talenten, die noch am Anfang stehen, etwas Aufmunterndes mit auf den Weg geben?</p>
<p class="bodytext"><strong>RSB: </strong>Ganz sicher: denn es gab noch nie so viele Publikationen für Kinder. Man gerät als Bilderbuch-Zeichner und Illustrator aber sicher in eine Sackgasse, wenn man denkt, daß man mit dem mainstream mitschwimmen muß. Es ist wichtig, seinen Eigensinn zu bewahren und sich treu zu bleiben. Das ist nicht einfach, denn, wie Sie sagen, ist die Konkurrenz groß &#8211; aber eine eigene originelle und wahrhaftige &#8222;Sprache&#8220; ist bestimmt der bessere<br />
Weg in diesem Beruf glücklich zu werden.</p>
<p class="bodytext"><strong>AS: </strong>Liebe Frau Berner, vielen Dank für das Interview und Ihre schönen Bücher.</p>
<p class="bodytext"><em>Das Interview führte Antje Szillat, im Juli 2007</em></p>
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