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	<title>Erwartungshaltung</title>
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	<description>Ein Blog für Eltern und Großeltern</description>
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	<title>Erwartungshaltung</title>
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		<title>Optimistische Kinder – 6 Wege zum Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Amberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2023 10:25:53 +0000</pubDate>
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<h2>So kommen Kinder auf die Gewinnerseite!</h2>
<p class="bodytext"><b>Ist Dein Glas halb voll oder halb leer? Erwartest Du immer eher das Beste oder das Schlimmste von einer ungewissen Situation? Wenn Du selbst eine negative Haltung verinnerlichst, ist es wahrscheinlich, dass Dein Kind diese übernimmt. Genau wie Deine Art zu reden und zu denken. Kinder zu haben ist eine Chance, unsere Werte und Annahmen kritisch zu überprüfen – und vielleicht einige Dinge anders zu machen!</b></p>
<p class="bodytext"><em>Text: Ralf Amberg, Fotos: Pixabay</em></p>
<p class="bodytext"><strong>&#8222;Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich!“</strong>, lautet ein afrikanisches Sprichwort. Kinder von optimistischen Eltern haben es einfach leichter,  selbst zum Optimisten zuwerden, als solche von chronischen Schwarzsehern. Was tun, wenn man nicht zu den glücklichen Wesen gehört, die von Natur aus immer das Beste von sich und dem Leben denken?</p>
<p class="bodytext"><strong>Nicht verzagen – Optimismus und positives Denken kann man trainieren!</strong> Eine bewährte Methode besteht darin, positive Affirmationen zu benutzen: „Ich kann das!“ Wer diesen oder ähnliche Sätze verinnerlicht, wird sich selbst überraschen. Denn wer sich selbst und seine Fähigkeiten positiv einschätzt, hat einfach mehr Erfolg im Leben.</p>
<p class="bodytext"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3074 size-full" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/person-1104802_640.jpg" alt="optimistische Kinder, person-1104802_640" width="640" height="426" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/person-1104802_640.jpg 640w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/person-1104802_640-600x399.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/person-1104802_640-300x200.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/person-1104802_640-84x55.jpg 84w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<h3>1. ERWARTE STETS DAS BESTE!</h3>
<p class="bodytext"><strong>Wenn Du erwartest, dass Dein Kind Angst vor dem Leben hat, dann wird es die <i>auch</i> haben. Die Kraft der Erwartung ist erstaunlich – und unsere Erwartungshaltung beeinflusst unsere Realität,</strong> das wurde sogar wissenschaftlich bestätigt. Die Neurowissenschaftlerin Sara Bengtsson z. B. wollte herausfinden, wie die Erwartungshaltung Fähigkeiten beeinflusst. In einem Test mit Studenten wurden die Teilnehmer mit zwei Gruppen von Worten eingestimmt: positive und negative. Worte wie dumm, ignorant und Worte wie intelligent, schlau, clever. Interessant war: die positiven Worte führten zu besseren, die negativen zu schlechteren Testergebnissen.</p>
<p class="bodytext"><strong>Durch ebensolche „Einstimmungen“ in der Kindheit bekommen viele von uns eine negative Prägung.</strong> MancheEltern oder Lehrer vermitteln dem Kind, ohne es zu wollen, dass es dumm sei oder unsportlich, dass es nicht zu den Besten gehöre, dass das Leben Arbeit und Mühe bedeute. In Wahrheit bewirkt aber nicht das, was in der Außenwelt geschieht, sondern unsere innere Einstellung, ob wir uns gut oder schlecht fühlen. Professor Martin Seligman von der Universität von Pennsylvania stellt fest: „Glückliche Menschen haben genauso viel Pech wie andere, sie gehen nur anders damit um. Sie fragen beispielsweise nicht: Warum passiert mir das? sondern: Wozu ist das gut? Das gilt selbst bei tragischen Ereignissen.</p>
<p class="bodytext"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3073 size-full" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640.jpg" alt="optimistische Kinder, child-930103_640" width="640" height="640" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640.jpg 640w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640-100x100.jpg 100w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640-300x300.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640-600x600.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640-150x150.jpg 150w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/child-930103_640-50x50.jpg 50w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<h3>2. HAB KEINE ANGST VOR FEHLERN!</h3>
<p class="bodytext"><strong>„Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist der, sich ständig vor Fehlern zu fürchten.“,</strong> sagte der Autor Elbert Hubbart. Wenn Dein Kind einer Schwierigkeit begegnet, sei nicht sofort zur Stelle, um ihm die Steine aus dem Weg zu räumen. Stattdessen ermutige es, für sich selbst eine Lösung zu finden. Wenn es nie die Chance hat, Fehler zu machen, wird es nicht lernen, Dinge nochmal von Neuem zu versuchen. Es wird immer darauf warten, dass jemand kommt und die Kartoffeln aus dem Feuer holt.</p>
<p class="bodytext"><strong>Die Erfahrung, Hindernisse zu überwinden und mit Problemen fertig zu werden, ist wichtig, um Glauben an sich selbst zu entwickeln</strong>. Versuche stets, die Unabhängigkeit Deines Kindes zu fördern. Diese Einstellung ist nicht immer bequem, denn sie erfordert zu akzeptieren, dass nicht immer alles glatt läuft. Lass’ Dein Kind selbst herausfinden, wenn der rechte Schuh am linken Fuß sitzt – auch wenn es dann erst mal stolpert.</p>
<p class="bodytext"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1105" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/depression-in-kids-preschoolers-teens.jpg" alt="optimistische Kinder, Depressionen im Vorschulalter" width="642" height="361" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/depression-in-kids-preschoolers-teens.jpg 608w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/depression-in-kids-preschoolers-teens-600x338.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/depression-in-kids-preschoolers-teens-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px" /></p>
<h3>3. GEFÜHLE ZULASSEN!</h3>
<p class="bodytext"><strong>Ganz wichtig für uns Eltern ist es, Kindern zu helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen</strong>. Moderne Eltern haben die Tendenz, ihre Kinder möglichst von allem abzuschirmen, was schlecht ist  – in der Welt oder im eigenen Inneren. Aber gerade durch diese Haltung wird die Neigung zu Depressionen und Fehlschlägen verstärkt. Wenn etwas Unangenehmes passiert, wird ein Kind, das nicht gelernt hat, mit seinen Gefühlen umzugehen, sich unfähig fühlen, die Situation zu bewältigen. Es wird in einen Strudel negativer Gedanken und Erwartungen gerissen. Kinder, die gelernt haben, auch negative Gefühle anzunehmen, haben eine realistischere Einstellung zu den Höhen und Tiefen des Lebens.</p>
<p class="bodytext"><strong>Hilf ihm, seine Gefühle kennenzulernen,</strong> indem Du häufig darüber sprichst. Was fühlt es genau? Ärger, Trauer? Kinder, die gelernt haben, dass man auch schlechte Gefühle annehmen kann, obwohl man sie deshalb nicht gut finden muss, können diese auch loslassen. Ein guter Trick ist z.B., nicht zu sagen: „Ich ärgere mich!“, sondern „Etwas in mir ist ärgerlich.“ So stellen wir klar, dass wir selber größer sind als das Gefühl. Eine gute Voraussetzung, mit schwierigen Situationen im Leben fertig zu werden.</p>
<p class="bodytext"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3249 size-full" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/father-342498_640.jpg" alt="optimistische Kinder, father-342498_640" width="640" height="478" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/father-342498_640.jpg 640w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/father-342498_640-600x448.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/father-342498_640-300x224.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<h3>4. KRITISIERE –ABER KONSTRUKTIV!</h3>
<p class="bodytext"><strong>Wer seinem Kind sagt, daß es etwas falsch gemacht hat, macht noch lange keinen Pessimisten aus ihm. Wichtig ist aber, die Kritik immer konstruktiv anzubringen.</strong> „Sie sollten immer einen negativen Zustand kritisieren, nicht eine schlechte Eigenschaft, sagt Entwicklungspsychologin Linda Blair. Wenn Sie mit den Worten beginnen „Du bist &#8230;“ dann kritisieren Sie das Kind, nicht das, was es getan hat.</p>
<p class="bodytext">Wenn Du z. B. beobachtest, dass Dein Kind linkisch aussieht, wenn es rennt, sag nicht „Du bist so unbeholfen“, sondern stattdessen „Ich habe beobachtet, dass es heute komisch aussah, als du gerannt bist – vielleicht passen deine Schuhe nicht richtig? Wir lassen das ausmessen im Schuhladen.“ Auf diese Art suggerierst Du Deinem Kind nicht, dass es selbst fehlerhaft sei, sondern dass sein momentanes Problem eine Ursache hat, die sich beheben lässt. Wenn es, um beim Beispiel zu bleiben, doch nicht an den Schuhen liegt, dann braucht das Kind vielleicht einen Besuch beim Orthopäden, oder Ballettunterricht, um Gleichgewicht und Koordination zu trainieren.</p>
<p class="bodytext"><strong>Der Schlüssel ist, das Kind nicht in eine Schublade zu stecken</strong> und mit einem Etikett zu versehen. Diese lösungsorientierte Art zu denken ist sehr wichtig –auch was unser eigenes Leben betrifft.</p>
<p class="bodytext"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1859" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280-1024x950.jpg" alt="girl-1424910_1280" width="661" height="613" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280-1024x950.jpg 1024w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280-600x557.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280-300x278.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280-768x713.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280-215x200.jpg 215w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/girl-1424910_1280.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 661px) 100vw, 661px" /></p>
<h3>5. PFLEGE FREUNDSCHAFTEN</h3>
<p class="bodytext"><strong>Gute Freunschaften gehören zum Besten, was das Leben zu bieten hat und helfen uns, so manches emotionale Tief gut zu überstehen.</strong> Schön, wenn Dein Kind in einem gastfreundlichen Haus aufwächst und von klein auf erlebt, wie schön es ist, Gutes und Schlechtes mit lieben Freunden zu teilen. Noch schöner, wenn es auch selbst problemlos andere Kinder zu sich einladen darf. Keine Angst, wirkliche Mehrarbeit bedeutet das nicht – denn Du hast es schon bemerkt: wenn jemand zum Spielen da ist, hat man mehr Zeit für sich!</p>
<p class="bodytext"><strong>Optimisten haben für gewöhnlich viele Freunde und Spaß daran, neue Menschen kennenzulernen.</strong> Gute Beziehungen zu anderen Menschen können Glücksempfinden und Selbstvertrauen beträchtlich stärken. Falls Sie selbst aber zu den eher introvertierten Menschen gehören: Keine Angst! Es kommt nicht darauf an, möglichst viele Menschen zu kennen, sondern darauf, stabile und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen.</p>
<p class="bodytext"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1879" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/painting-808011_1280-1024x792.jpg" alt="painting-808011_1280" width="636" height="492" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/painting-808011_1280-1024x792.jpg 1024w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/painting-808011_1280-600x464.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/painting-808011_1280-300x232.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/painting-808011_1280-768x594.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/painting-808011_1280.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px" /></p>
<h3>6. FINDE DEN „FLOW“</h3>
<p class="bodytext"><strong>Möchte Dein Kind tanzen, Klavier spielen oder Zaubertricks lernen, Insekten beobachten, Experimente machen oder Geschichten erfinden? Unterstütze es dabei.</strong> Kinder entwickeln sich gut und bekommen ein starkes Selbstvertrauen, wenn sie die Möglichkeit haben, die ureigenen Talente und Fähigkeiten zu entdecken und auszuleben. Darin besteht eine der wichtigsten Aufgaben der Eltern. Der Schule gelingt es oft nicht, Kinder individuell zu fördern. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gibt Selbstvertrauen und Selbstvertrauen führt zu einer optimistischen Lebenshaltung.</p>
<p class="bodytext"><strong>Glückliche Menschen gehen einer Tätigkeit nach, die ihnen Spaß macht und bei der sie ihre Talente einbringen können.</strong> Arbeit, die wir gerne tun und bei der wir uns gut fühlen mobilisiert das körpereigene Glückshormon Serotonin. Professor Mihaly Csikszentmihályi von der Universität Chicago, der seit über 30 Jahren in der Glücksforschung arbeitet, hat dafür den Begriff „Flow“ geprägt. „Flow“ entsteht, wenn sich Fühlen, Wollen und Denken in harmonischer Übereinstimmung befinden. Wir vergessen die Zeit und handeln mühelos und voller Freude. Flow-Zustände können bei vielen Tätigkeiten entstehen: bei der Arbeit, beim Ausüben von Hobbies, beim Sport, bei Unternehmungen mit Freunden und ja, manchmal sogar bei der Hausarbeit!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie Eltern den Schulerfolg ihrer Kinder beeinflussen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kidslife]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2021 14:07:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie Eltern den Schulerfolg ihrer Kinder beeinflussen: Überblicksstudie: Bildungserwartung wirkt positiv, reine Hausaufgabenkontrolle nicht Eltern können die Schulleistungen und Motivation ihrer Kinder stärken, indem sie eine positive Erwartungshaltung vermitteln und sich an Aktivitäten der Schule beteiligen. Eine aktive Rolle beim Lernen zu Hause wirkt sich dagegen nur geringfügig aus und kann im Fall der Hausaufgabenkontrolle&#8230;&#160;<a href="https://kidslife-magazin.de/allgemein/wie-eltern-den-schulerfolg-ihrer-kinder-beeinflussen/" rel="bookmark"><span class="screen-reader-text">Wie Eltern den Schulerfolg ihrer Kinder beeinflussen</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_11242" aria-describedby="caption-attachment-11242" style="width: 457px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-11242" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash-300x300.jpg" alt="Positive message" width="457" height="457" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash-300x300.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash-600x600.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash-150x150.jpg 150w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash-768x768.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash-100x100.jpg 100w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/emma-matthews-digital-content-production-80KqDlgsqA0-unsplash.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11242" class="wp-caption-text">Foto: emma-matthews-digital-content-production / unsplash</figcaption></figure>
<h3><strong>Wie Eltern den Schulerfolg ihrer Kinder beeinflussen:</strong></h3>
<h3><strong>Überblicksstudie: Bildungserwartung wirkt positiv, reine Hausaufgabenkontrolle nicht</strong></h3>
<p>Eltern können die Schulleistungen und Motivation ihrer Kinder stärken, indem sie eine positive Erwartungshaltung vermitteln und sich an Aktivitäten der Schule beteiligen. Eine aktive Rolle beim Lernen zu Hause wirkt sich dagegen nur geringfügig aus und kann im Fall der Hausaufgabenkontrolle sogar schaden. Dies zeigt die bislang größte Forschungssynthese zum Einfluss der Eltern, die zahlreiche Metastudien ausgewertet hat. Sie liefert viele Hinweise, wie Schulen die Elternbeteiligung und damit auch benachteiligte Kinder fördern können. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre für die Schulpraxis übersichtlich zusammengefasst.</p>
<p>Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, darunter die PISA-Studien, haben gezeigt, dass die Leistungen von Schülerinnen und Schülern erheblich mit familiären Faktoren zusammenhängen. Deren Einfluss kann sogar stärker sein als etwa die Größe der Schulklassen oder die Investitionen ins Bildungssystem. Zum einen hängt der Schulerfolg mit dem sozioökonomischen, dem Bildungs- und dem Migrationshintergrund der Familien zusammen. Zum anderen beeinflussen konkrete Verhaltensweisen der Eltern die Leistungen. „Um Bildungsungleichheit abzubauen, bietet die Unterstützung der Eltern in ihrem Verhalten einen vielversprechenden Ansatz, da sie dieses leichter ändern können als ihr Einkommen oder ihre Sprachkenntnisse“, sagt Doris Holzberger, Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung an der Technischen Universität München (TUM).</p>
<figure id="attachment_11244" aria-describedby="caption-attachment-11244" style="width: 473px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jerry-wang-0qmXPnZKeLU-unsplash.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-11244" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jerry-wang-0qmXPnZKeLU-unsplash-300x200.jpg" alt="Child reading" width="473" height="315" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jerry-wang-0qmXPnZKeLU-unsplash-300x200.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jerry-wang-0qmXPnZKeLU-unsplash-600x401.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jerry-wang-0qmXPnZKeLU-unsplash-768x513.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jerry-wang-0qmXPnZKeLU-unsplash.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11244" class="wp-caption-text">Foto: jerry-wang/Unsplash</figcaption></figure>
<p>Das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien an der TUM (ZIB) hat deshalb die bislang umfangreichste Forschungssynthese zur Beteiligung der Eltern in der Schulzeit ihrer Kinder erstellt. Das Team wertete 18 Metastudien aus, die wiederum insgesamt rund 1.700 einzelne Studien ausgewertet hatten.</p>
<h3><strong>Unterstützung zu Hause wichtig für Motivation</strong></h3>
<p>Die Forschungssynthese zeigt, dass die naheliegendste Aktivität der Eltern, die Beteiligung am Lernen zu Hause, die Schulleistungen nur vergleichsweise geringfügig verbessern, allerdings die Motivation stärken kann. Kinder entwickeln eine positivere Einstellung zum Lernen, wenn sie ermutigt werden, selbstständig zu arbeiten, zum Beispiel eigene Lösungswege auszuprobieren. Gute Leistungen können Eltern begünstigen, wenn sie zu Hause eine Umgebung schaffen, die zum Lernen geeignet ist. Hilfe bei den Hausaufgaben kann sich jedoch negativ auswirken, wenn sie sich darin erschöpft, die Kinder und Jugendlichen zu kontrollieren. Dies ist vor allem bei Schülerinnen und Schülern mittleren Alters der Fall. Lohnender ist es, wenn Eltern Regeln festlegen, wann und wo die Aufgaben erledigt werden, wenn sie Hilfestellungen anbieten und Feedback zur Genauigkeit der Bearbeitung geben.</p>
<figure id="attachment_11246" aria-describedby="caption-attachment-11246" style="width: 501px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-11246" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-300x200.jpg" alt="Girl with Laptop" width="501" height="334" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-600x400.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11246" class="wp-caption-text">Foto: jeshoots-com / Unsplash</figcaption></figure>
<h3><strong>Größte Effekte durch positive Erwartungshaltung</strong></h3>
<p>Eine größere Wirkung als mit der Kontrolle der Schulleistungen erzielen Eltern, wenn sie ihren Kindern eine positive Erwartungshaltung zur Bildung vermitteln. Indem Eltern mit ihren Kindern über mögliche Leistungen, Schulabschlüsse oder Berufswege sprechen, indem sie Lernstrategien diskutieren oder Lob und Kritik möglichst differenziert auf einzelne Schularbeiten beziehen, können sie positiv darauf einwirken, was sich die Kinder in den einzelnen Fächern selbst zutrauen und inwieweit sie sich in der Schule engagieren. Dieser Effekt nimmt mit dem Alter der Jugendlichen zu. Weniger wirkungsvoll sind dagegen Diskussionen über die Bedeutung von Bildung im Allgemeinen.</p>
<figure id="attachment_11245" aria-describedby="caption-attachment-11245" style="width: 506px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/fotografierende-333oj7zFsdg-unsplash.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-11245" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/fotografierende-333oj7zFsdg-unsplash-300x200.jpg" alt="schreibende Hand" width="506" height="337" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/fotografierende-333oj7zFsdg-unsplash-300x200.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/fotografierende-333oj7zFsdg-unsplash-600x400.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/fotografierende-333oj7zFsdg-unsplash-768x512.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/fotografierende-333oj7zFsdg-unsplash.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 506px) 100vw, 506px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11245" class="wp-caption-text">Foto: fotografierende / Unsplash</figcaption></figure>
<h3><strong>Engagement der Eltern in der Schule</strong></h3>
<p>Eine positive Wirkung können Eltern auch mit eigenem Engagement in der Schule erreichen. Schülerinnen und Schüler, deren Eltern ehrenamtlich und mitbestimmend tätig sind, beispielsweise in einem Elternbeirat, erzielen bessere Leistungen. Motivierter sind Kinder, deren Eltern an Schulveranstaltungen wie etwa Theateraufführungen teilnehmen. Allerdings zeigen die untersuchten Studien hier nur Zusammenhänge, keine Kausalität, sodass es auch möglich ist, dass Eltern sich eher engagieren, wenn ihre Kinder bereits motiviert und leistungsstark sind. Nur eine sehr geringe Wirkung auf die Leistungen der Kinder hat die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern.</p>
<h3><strong>Unterschiede aufgrund des sozioökonomischen Status</strong></h3>
<p>Nur wenige Metastudien haben bislang untersucht, ob sich die Effekte der Elternbeteiligung zwischen Familien mit hohem und niedrigem sozioökonomischen Status unterscheiden. Noch weniger erforscht sind Zusammenhänge mit einem Migrationshintergrund. Gezeigt wurde aber, dass Familien mit Migrationshintergrund vergleichsweise hohe Bildungserwartungen haben. Von der Unterstützung bei den Hausaufgaben können Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Bildungs- und Wohlstandsniveau sowie mit Migrationshintergrund in besonderem Maße profitieren. Dagegen wirken sich Gespräche zwischen Lehrkräften und Eltern eher auf die Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Familien mit hohem sozioökonomischen Status aus.</p>
<figure id="attachment_11246" aria-describedby="caption-attachment-11246" style="width: 545px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-11246" src="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-300x200.jpg" alt="Girl with Laptop" width="545" height="363" srcset="https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-600x400.jpg 600w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://kidslife-magazin.de/wp-content/uploads/2021/07/jeshoots-com-2vD8lIhdnw-unsplash.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11246" class="wp-caption-text">Foto: jeshoots-com / Unsplash</figcaption></figure>
<h3><strong><br />
Viele Fördermöglichkeiten für Schulen</strong></h3>
<p>„Die Ergebnisse zeigen, dass die Beteiligung der Eltern die Leistung und Motivation der Schülerinnen und Schüler über alle Altersstufen hinweg und unabhängig vom sozioökonomischen Status stärken kann“, sagt die Studienleiterin Doris Holzberger. „Umso wichtiger ist eine gute und dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern. Wenn Lehrerinnen und Lehrer die Väter und Mütter erreichen, können sie auch außerhalb des Unterrichts Kinder fördern, bei denen eine positiv wirkende Rolle der Eltern nicht selbstverständlich ist. Ein großes Potenzial, Bildungsungleichheiten zu reduzieren, besteht auch bei Eltern mit Migrationshintergrund, die tendenziell hohe Bildungserwartungen haben, aber aufgrund von sprachlichen und kulturellen Hürden nicht alle Möglichkeiten der Beteiligung ausschöpfen können.“</p>
<p><strong>Aus der Forschungssynthese haben die Autorinnen abgeleitet, wie Schulen im Alltag die Elternbeteiligung fördern können:</strong></p>
<p>• Schulen können das Bewusstsein der Eltern schärfen, dass ihre Beteiligung den Schulerfolg ihrer Kinder fördert.</p>
<p>• Lehrerinnen und Lehrer können Eltern unterstützen, ambitionierte und zugleich erreichbare Bildungserwartungen gegenüber ihren Kindern zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen können sie die Eltern detailliert über mögliche Bildungsziele und Berufswege aufklären.</p>
<p>• Schulen können Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit Eltern weiterbilden, die anderen Statusgruppen angehören als die Lehrkräfte selbst oder aus anderen Kulturkreisen stammen. So können sie Hürden für Eltern mit Migrationshintergrund und mit niedrigem sozioökonomischen Status sowie mögliche Vorurteile der Lehrkräfte abbauen.</p>
<p>• Damit Eltern ihre Kinder bei Hausaufgaben und Lernstrategien auf eine wirksame Weise unterstützen können, können Schulen sie sowohl individuell beraten als auch Kurse zu diesem Thema anbieten.</p>
<p>• Lehrerinnen und Lehrer können Eltern, die weniger engagiert scheinen, gezielt auf die Mitarbeit in Entscheidungsgremien ansprechen. Eltern sollten regelmäßig Gelegenheiten haben, sich trotz Sprachbarrieren an Schulveranstaltungen zu beteiligen.</p>
<p><strong>Publikationen:</strong><br />
Das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien hat die Forschungssynthese in einem Themenheft für Schulleitungen, Lehrkräfte und alle an der Schulpraxis Interessierten aufbereitet:<br />
Hillmayr, D, Täschner,J., Brockmann, L., Holzberger, D. (2021). Elternbeteiligung im schulischen Kontext – Potenzial zur Förderung des schulischen Erfolgs von Schülerinnen und Schülern. Münster: Waxmann (Wissenschaft macht Schule, Band 3)</p>
<p>Das Themenheft steht online kostenfrei zur Verfügung: <a href="http://www.edu.tum.de/suf/themenheft-elternbeteiligung" target="_blank" rel="noopener">www.edu.tum.de/suf/themenheft-elternbeteiligung</a></p>
<p>Die Methodik der Arbeit ist ausführlicher hier dokumentiert: <a href="http://www.edu.tum.de/suf/themenheft-elternbeteiligung-zusatzmaterial" target="_blank" rel="noopener">www.edu.tum.de/suf/themenheft-elternbeteiligung-zusatzmaterial</a></p>
<p>Die wissenschaftliche Publikation ist in Vorbereitung.</p>
<p><strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Die Forschungsarbeit wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz gefördert.</p>
<p>Erkenntnisse der Bildungsforschung auszuwerten und für die schulische Praxis verständlich darzustellen, ist ein wesentliches Ziel des ZIB, an dem auch das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) und das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) beteiligt sind. Die Forschungssynthesen stehen frei zur Verfügung: <a href="http://www.edu.tum.de/suf/forschungssynthesen-am-zib-aktuell" target="_blank" rel="noopener">www.edu.tum.de/suf/forschungssynthesen-am-zib-aktuell</a></p>
<p>Die TUM betreibt zudem das Clearing House Unterricht, das den aktuellen Forschungsstand zu konkreten Fragen des Schulalltags anschaulich zusammenfasst.<br />
<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.clearinghouse.edu.tum.de/</a></p>
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